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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour HTG-Streckenwanderung Hildesheim-Derneburg

Aufbruchszeit12.March 2017, 09:00
Ankunftszeit12.March 2017, 18:15
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km34
Höhendifferenz840
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Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Heute stand eine Langstreckenwanderung von Hildesheim nach Derneburg durch den Hildesheimer Wald auf der Agenda der Hochtourengruppe. Wer war nun alles mit dabei? Holger und Katrin, noch ein Holger, Christiane, Frank und Undine, Michael und Rita, Uli, Gunter, Peter und Lucas, Ute, Helga, Manfred, Olaf und ich, insgesamt 17 Personen. Start war am Hauptbahnhof in Hildesheim. Nach ein paar Metern entlang von Hauptstraßen tauchten wir ein in die Parkanlagen am Hagentorwall. Ein erster Aussichtspunkt, dann ging es hinunter zur Innerste, der wir ein Weilchen folgten. Dem Blänkebach folgten wir dann bergan zum Königsteich, es folgte der erste lange Anstieg zu einem Nobelhotel auf dem Katzberg. Nun waren wir im Wald, und es ging südwärts zum Steinberg. Irgendwann hieß es aber, den Wald nach Westen zu verlassen, und über weite Felder ging es gegen das Benediktinerinnenkloster von Marienrode. Neben dem Kloster lag ein ziemlich verschlafenes Dörfchen, das wir laut plappernd durchquerten. Nun tauchten wir wieder in den Wald ein, und wir erklommen den ersten Ausläufer des Sonnenbergs und erreichten die Bosch-Werke. Am Rande der Werkhallen ging es weiter bergauf und am Ende betraten wir einen steilen Bergpfad, der in einigen Kehren zum Hildesheimer Aussichtsturm (Tür leider abgeschlossen) in 280 Metern Meereshöhe führte. Der Sonnenberg machte seinem Namen alle Ehre, und auf einem langen Baumstamm sitzend genossen wir eine erste lange Pause.
Nach der Pause ging es nun alles wieder hinab nach Diekholzen. Den Ort mit seiner Bergbautradition (Kalibergwerk bis 1999) durchquerten wir sehr schnell, und es folgte sofort der nächste Anstieg zu Ziegen- und Stuckeberg (ca. 220m hoch). Damit war auch ein wunderschöner Kammweg durch einen prächtigen Buchenwald erreicht, der sich kilometerlang über Tosmarberg, Steinberg und Hammberg entlangzog. Auf dem Steinberg stand ein großes Kreuz an der Stelle, wo früher einmal ein Aussichtsturm stand. Heute zeugten nur noch die Betonsockel von diesem einstigen Turm. Am Hammberg sollte eigentlich ein Windbruch tolle Aussichten bieten, aber der Windbruch war noch von Kyrill (na, wer erinnert sich noch an diesen Jahrhundertsturm des Jahres 2007?) und durch jungen Wald schon wieder neu bewachsen. Die Aussicht hielt sich also in Grenzen. Aber wir konnten auf dem Kammweg auch so durch die laubfreien Buchen immer wieder weit gucken.
Hinter dem Hammberg dann ein langer Abstieg zur Teufelsküche, und auf verschlungenen Pfaden ging es weiter zur Waldgaststätte Waldfrieden. Hier muss früher mal eine Schießbahn gewesen sein, jedenfalls wurde irgendetwas längliches in den Berg gefräst. Eine Einkehr konnten und wollten wir uns aber nicht erlauben. Es sah drinnen sehr voll aus, und bis 17 Personen bedient werden, das hätte Stunden gedauert! Also ging es weiter nach Wesseln. Vor Wesseln durchquerten wir auf einem traumhaften Pfad ein altes Steinbruchgelände, unbeschreiblich schön. Am Ende des Steinbruchs eine Graskuppe, die uns einen tollen Ausblick in das Lammetal von Wesseln und Bad Salzdetfurth ermöglichte. Auch der Weiterweg in Richtung Kanzelberg war schon zu sehen. In Wesseln mussten wir uns dann von Lucas, Peter, Ute und Gunter verabschieden. Lucas hatte zu große Socken an und schon viele schmerzhafte Blasen an den Füßen, Gunter hatte auch genug, und Peter und Ute schlossen sich solidarisch an. Die anderen setzten die Wanderung fest entschlossen fort.
Es folgte ein langer Aufstieg gegen den kalten Ostwind. Dann ein kurzer Abstieg in eine Talsenke, dem schloss sich direkt ein steiler Schneisenaufstieg auf den dahinterliegenden Kamm an. Mit einer schönen Aussicht ins Innerstetal mit den vielen kleinen Dörfern ging es weiter ostwärts. Bald nahm uns ein interessanter bewaldeter und von vielen alten Steinbruchkuhlen durchsetzter Kamm auf. Abstieg in eine Sattelfläche mit Bächlein, dann wieder bergauf, Wechsel auf eine extrem matschige Schneise (Baumschubser waren gerade da). Rechts wieder alte Steinbruchkuhlen und Erdhaufen. Sieht alles sehr interessant aus. Am höchsten Punkt schneidet der Weg tief in den Kamm ein, dahinter eine kleine Kreuzung. Wir biegen links ab, plötzlich endet der Weg an einem kleinen Platz, aber meine OSM sagt, der Weg geht weiter?! Hier wird es nun anstrengend: Brombeeren, Matsch, drei tief eingeschnittene Bäche mit rutschigen Hängen! Hier müssen alle kämpfen! Dann finden wir den Weg wieder, der aber immer noch sehr matschig ist. Eigentlich will ich ostwärts, aber da ist ein sumpfig-matschiges Tal! Keine gute Idee. Wir folgen der Schneise nach Norden. Michael hat nun genug und will nur noch in das offene Gelände des Innerstetals, raus aus dem Wald mit all dem Matsch. Ein kurzer Moment der Ratlosigkeit, dann schließt sich Rita ihm an, wir anderen wechseln auf die andere Bachseite, wo uns eine immer noch sehr matschige Schneise freundlich aufnimmt. Dieser Straße aus Matsch folgen wir ca. 150 Meter lang, dann ist eine Aufstiegsmöglichkeit zum Kanzelberg durch einen jungen Buchenbestand möglich. Es waren noch einmal fünf anstrengende Minuten, dann trafen wir oben auf einen richtigen Forstweg (Schotter und so!). Die Viertelstunde Pause war für alle wohlverdient. Dann begann der lockere Ausklang der Wanderung. Am Kanzelberg ging es am Waldrand oberhalb von Hackenstedt mit einem olfaktorisch interessanten Schweinemastbetrieb weiter in Richtung Derneburg. Wir trafen dann auch auf den markierten Laves-Kulturpfad, dem wir zum pyramidenförmigen Mausoleum folgten. Dem schlossen sich das Teehaus und das immer wieder beeindruckende Derneburger Schloss an. Die paar Meter zum Bahnhof schafften wir dann mit Leichtigkeit. Dort warteten Michael und Rita bereits, die zehn Minuten früher eintrafen. Gemeinsam warteten wir auf dem Bahnhof (schrecklich, ein Gleis mit nur zwei Sitzgelegenheiten!!), ehe der Zug kam, der uns nach Hildesheim brachte. Dort einmal umsteigen, und schon ging es nach Braunschweig bzw. Wolfsburg zurück.
Eine sehr gelungene Vorbereitungstour für die Weitwanderung von Braunschweig zum Brocken!


Letzte Änderung : 26-Dez-2016
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