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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Auf der tschechischen Kirnitzschseite

Aufbruchszeit30.April 2017, 09:10
Ankunftszeit30.April 2017, 17:50
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km26
Höhendifferenz820
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Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Mit Kathrin hatte ich mich für den heutigen Tag zu einer Wanderung verabredet. Auf dem Weg vom Zeltplatz zu ihrer Pension ist die Idee für diese Tour mehr oder weniger zu Ende gereift. Nördlich von Hinterhermsdorf betrat ich eine sehr schöne Wiesenlandschaft, und auf dem Weg zum Kräuterstübel habe ich so schon viele landschaftliche Eindrücke mitnehmen können. Als erstes Highlight ging es zum 478m hohen Weifberg. Diese Erhebung ist eine der höchsten in der ganzen Gegend. Um aus dem Wald im Gipfelbereich herausschauen zu können, baute man noch zusätzlich einen ca. 30m hohen Aussichtsturm. Oben angekommen hatten wir wirklich einen fantastischen Ausblick, auch unser Wanderziel auf der östlichen/tschechischen Seite der Kirnitzsch war zu sehen.
Danach stiegen wir ab zur Kirnitzsch, wobei wir an der sehr einsam gelegenen Oberen Mühle, einem Ausflugslokal mit Übernachtungsmöglichkeit, vorbeikamen. Am Mönchstein stiegen wir noch zu dem kleinen Hügel der Klause auf, aber es gab dort oben gar nichts zu sehen, schade! Kurze Zeit später erreichten wir die Kirnitzsch und überquerten sie, hinüber auf die tschechische Seite. Wir machten erst einmal eine kleine Pause, dann liefen wir weiter in ein unscheinbares Tälchen, das sich mit jedem Meter, den wir emporstiegen, immer mehr in eine wilde Schlucht verwandelte. Auf dem Plateau angekommen, erreichten wir eine breite Forststraße, der wir ein paar Meter bergab nach Südwest folgten. Aber bald mussten wir wieder links abbiegen, und wir erreichten die nächste kleine Schlucht, die wir uns emporarbeiteten. Jetzt waren wir auf dem nächsten Plateau angekommen, und die Wege wurden deutlich verwunschener. Anhand der OSM-Karte fanden wir den Einstieg in die echt krasse Drachenstiege, einer sehr sehr schmalen Gasse, extrem steil zwischen zwei Felsmassiven eingebettet. Unten angekommen erreichten wir ein gigantisches Felsenhalbrund. Allerdings war es nicht so einfach, aus diesem Gebiet den Ausweg nach Westen zu finden. Das Problem war, dass viele Steilabbrüche nach Westen lagen, und es gab nur wenige Stellen, wo ein Abstieg gefahrlos möglich war. Nach zwanzig Minuten Suchen wurden wir dann auch endlich fündig, aber es war wirklich Nervenstärke erforderlich. Nun wurde das Gelände wieder gutmütiger, und wir erreichten die lange Schlucht, die uns zum Schwarzen Tor hinabführte. Dort machten wir eine kurze Pause und beschlossen dann, weiter bis zur Kirnitzsch zu wandern, auch wenn viele Schilder darauf hinwiesen, dass der Weg am Schwarzen Tor endete. (ich wollte eigentlich den Pascherstieg nehmen, aber es hat sich später gezeigt, dass das auch eine ziemliche Nummer geworden wäre)
An der Kirnitzsch angekommen fanden wir sehr schnell eine gute Furt durch den Fluss, und auf der anderen Seite gab es einen zwar rustikalen, aber gut machbaren Steig hinauf zum Hauptwanderweg auf der deutschen Seite. Wir folgten nun dem Weg zur Flößerstube, heute war noch geöffnet, und so konnte ich doch noch ein Kaltgetränk hier erwerben. ;-)
Kurz vorher, am Schleusendamm, habe ich versucht, den Ausstieg des Paschersteigs zu erspähen, es ist mir aber nicht gelungen. Des Rätsels Lösung: Der Paschersteig kommt dort gar nicht an, sondern er führt oberhalb durch die Felsen, geht dann etwas nach Süden und führt zu einer anderen Furt über die Kirnitzsch. Auf dem Garmin hat man diese Falle auch erst dann gesehen, wenn man extrem weit in die Karte hineinzoomt. Also da ist uns wirklich etwas entgangen!
Nach der Pause ging es zunächst auf breiten Wegen zum Wettinplatz. Dort wechselten wir auf schmale Kletterzustiegswege, und über den Grünen Wenzel und den Hollturm fanden wir einen Durchlass zum Tunnelweg auf den Königsplatz. Allerdings verloren wir hinter dem Hollturm den Weg, und mussten uns zehn Minuten lang durch sehr unwegsamen dichten Wald kämpfen. Der Tunnelweg war noch einmal sehr interessant, und bald standen wir auf dem wirklich tollen Aussichtspunkt Königsplatz. Der Blick reichte wieder weit über den hinteren Teil der Sächsischen Schweiz und über die Böhmische Schweiz. Der Rückweg ging dann ganz einfach über die Grünstelle zurück nach Hinterhermsdorf. Dort trennten wir uns, denn ich musste wieder links abbiegen zum Zeltplatz, während Kathrin noch bergauf zu ihrem Kräuterstübel musste.


Letzte Änderung : 26-Dez-2016
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