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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Bayernwanderung Etappe 20: Von Siegsdorf nach Weißbach a.d.Alpenstraße

Aufbruchszeit8.May 2017, 09:10
Ankunftszeit8.May 2017, 16:37
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km26
Höhendifferenz820
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Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Morgens habe ich bei Frau Plattner ein fantastisches Frühstück bekommen. Habe mich mit einem Schweizer Ehepaar und einer Odenwälderin nett unterhalten. Dann ging es hinaus in den Regen. Bis zum Ortsende von Siegsdorf ging es ganz gut. Im Gerhartsreiter Feld begehe ich auf dem Lechner-Grundstück Landfriedensbruch, aber es ist halt der kürzeste Weg zum Zinnkopf. Dann ein optimierter Aufstieg zur Kreuzung südlich der Lechner Hütte. Dann biege ich auf den schmalen Zinnkopfpfad ab. Gleich die ersten Meter machen mir deutlich, was mich die nächsten drei Stunden erwartet: Viel Matsch und Lehm und Nässe! Irgendwann erreiche ich bei 1227m den Gipfel des Zinnkopfs. Wind kommt auf, absolut kein Gipfelwetter. Es war eh nichts zu sehen, also oben auf dem Kamm weiter zur Sulzbergschneid. Der Regen wird stärker, Schlamm und Lehm überwiegen, weil die Forst einen neuen Weg aufgeschoben, aber noch nicht geschottert hat. Abstieg zunächst auf einem guten Forstweg. Dann Wechsel auf die Rückewege, die ich mir zuhause über bayernatlas.de herausgesucht hatte. Zu dem Matsch kamen jetzt auch noch nasse Gräser dazu. Die letzten 100 Höhenmeter ging es einen alten Knüppeldamm hinab. Der Matsch war hier von herausragender Qualität und meist knöcheltief! Kam dann zwischen Ramsen und Oberhausen aus dem Wald heraus. Im Gebiet der Kesselalm ging es dann weiter. Der Regen wurde noch stärker, ich machte hinter Schürzbichl in einer offenen Scheune kurze Pause im Trockenen. Bei Kohlgrub nettes Pläuschchen mit einem Bauern. Er war bei den Gebirgsjägern, und mit dem hätte ich sicher noch länger erzählen können. Dann aber weiter in die Schmelz, dort gibt es einen Gasthof. Arg! Heute Ruhetag! Zum Glück gab es nach der Alpenstraßenbrücke eine einfache Schutzhütte. Dort wartete ich dreißig Minuten den ärgsten Regen ab, und tatsächlich, mein Plan geht auf, und ab der Moar-Alm lässt der Regen merklich nach. Das Wildenmoos fand ich sehr spannend, es hat ähnlich wie der Funtensee einen unterirdischen Karstabfluss. Dann kam ich ins Weißbachtal. Der obere Wasserfall war nach dem vielen Regen prächtig anzuschauen. In Weißbach kurze Einkehr im Hotel Alpenglück, super leckere altbayerische Brotsuppe mit Zwiebeln und Speck. Spurte mich, nun zum Mauthäusl zu kommen, denn das nächste Regengebiet zieht schon rein! Es soll die ganze Nacht durchregnen. Und ich freue mich sehr auf die Sauna. Ach ja, und die Weißbachschlucht ist offen!
Epilog: Im Nachgang eine kurze Erklärung zu der doch offenen Weißbachschlucht. Bei meiner Vorbereitung der Tour und dem Zusammenstellen der Geocaches, die am Wegesrand liegen, fand ich auch den Tradi in der Schlucht, der Owner hatte ihn deaktiviert, weil es in der Schlucht einen Erdrutsch gab, und einige Bäume lagen auch quer. Aus diesem Grunde hatte die Gemeinde Weißbach den Zuweg vom Ort her gesperrt, es hing ein Zettel Lebensgefahr! Weg durch die Schlucht auf unabsehbare Dauer gespeert. Ich wusste aber von einem meiner allerersten Aufenthalte in der Region 1990, dass vom Mauthäusl ein Steig in die Schlucht führt. Beim Erreichen des Mauthäusls habe ich geprüft, ob dieser Steig offen sei, und das war der Fall. Wäre die Schlucht gesperrt gewesen, hätte ich die kurvige und stark befahrene Alpenstraße entlanggehen müssen, und das wäre kein Spaß geworden. Aus diesem Grunde war ich so erleichtert. Im übrigen ist mir eine Woche später bewusst geworden, dass dieser eine Tag Dauerregen gar nicht so schlimm war, denn eine Woche später kamen viel kräftigere Starkregenereignisse dazu, die wahrscheinlich ein ernsthaftes Problem gewesen wären! So kam ich immerhin halbwegs trocken über die Strecke, denn der Inhalt des Rucksacks ist bis auf kleine Ausnahmen trocken geblieben.


Letzte Änderung : 26-Dez-2016
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