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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Bayernwanderung Etappe 21: Von Weißbach a.d.Alpenstraße in die Ramsau

Aufbruchszeit9.May 2017, 09:20
Ankunftszeit9.May 2017, 16:28
KategorieBergwanderung Bergwanderung
Schwierigkeitleicht leicht
Länge in km27
Höhendifferenz880
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Weitere Einzelheiten zur Tour

Das Frühstück im Mauthäusl war sehr opulent, vor allem der Käse aus Stutenmilch war etwas nicht ganz alltägliches und schmeckte sehr lecker. Mit der Frau an der Rezeption habe ich ein längeres und interessantes Gespräch über Bergtouren geführt. Danach ging es dann los, gleich hinein in den eigentlich gesperrten Teil der Weißbachschlucht. Der kritische Teil kam kurz vor der Stelle, wo von links der Steig vom Mauthäusl dazukommt. Der Baum war längst weggesägt, und über den Erdrutsch führte eine gute Spur. Aus meiner Sicht ein ziemliches Gewese, passt aber zur Gemeinde Weißbach, die auch beim Gletschergarten einen intakten Weg gesperrt hat. Sei es drum, ich fand in der Schlucht die glitschigen Holzbrücken ohne Geländer weit gefährlicher als diesen ollen Erdrutsch.
Drei BW-Soldaten kamen mir in der Schlucht entgegengejoggt. Nach dem vielen Regen (ca. 40 Liter pro qm) war in der Schlucht natürlich ein riesiges Getöse. Dann ging es hinunter zur Saalach. Nach deren Überquerung war ich nun offiziell in den Berchtesgadener Alpen. Auf einem schönen Waldweg ging es nach Unterjettenberg. Ein Blick in den nicht vorhandenen Rückspiegel zeigte mir, dass von Nordwest ein größerer Schauer aufzog. Der war dann aber nicht soo wild und begleitete mich bis Baumgarten.
Nun wurde es steil: Die Fahrstraße im Rötelbachtal, zentrale Versorgungslinie für alle Almen im Lattengebirge, zog mit 19% Steigung 500 Höhenmeter ins Gebirge hinein, bis zu einer alten Flößerei-Klause, die liebevoll restauriert wurde. Auch die Sonne zeigte sich kurz, allerdings zeigte sich wenige Minuten später beim Aufstieg zur Anthaupten-Alm, dass die Hoffnung trügte, denn ein längerer Graupelschauer setzte ein. Mein linkes Schienenbein zickte leider wieder rum, verschiedene Umschnürungen halfen leider nicht wirklich. Anthaupten-Alm war ein wunderschöner und friedlicher Ort. Ein Vogel sang herrliche Melodien. Ich setzte dann mit der Okarina nach, nachdem ich fast alle Hobbits (Haferflockenkekse) aufgefuttert hatte. Aber durch das Sitzen wurde es schnell empfindlich kalt, der Niesel ging in leichten Schneefall über. Also doch weiter, ein zum Glück sehr zahmer Abstieg über den Weißwandweg durch Lawinenverbauungen hindurch zum Wachterl. Nun nur noch am Taubensee vorbei, und ich war wieder bei meinem Auto am Simonhof. Auf der Zeltwiese gab es noch ein Siegerfoto: In ca. 3 Wochen von Kahl am Main bis in das Ramsauer Tal!
Epilog: Der Umweg durch das Lattengebirge war natürlich ein ziemlich gewaltiger. Belohnt wurde ich zweifelsohne durch die im Frühling sehr einsame Anthaupten-Alm. Der Boden der Almwiese war sogar noch gefroren, was dazu führte, dass sich das Regenwasser der letzten Tage oberhalb der Frostschicht sammelte und nicht im Erdreich versickern konnte. Mit dem Weißwandweg habe ich dann allerdings einen idealen Zubringer zur Schwarzbachwacht gefunden. Ein leider sehr unschöner Ausklang war für mich, dass die Anatomie nicht mehr mitspielte. Die letzten vier Kilometer waren leider mit viel Quälerei verbunden, und wieder zuhause habe ich dann für mich die Diagnose Schienbeinkantensyndrom treffen müssen.


Letzte Änderung : 26-Dez-2016
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