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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Selketalstieg: Bhf Stiege bis Köthener Hütte

Aufbruchszeit3.June 2017, 10:35
Ankunftszeit3.June 2017, 20:30
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitmittel mittel
Länge in km32
Höhendifferenz290
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Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Pfingsten steht vor der Tür, und wanderfreudige Freunde fragen mich, was man da unternehme könnte. Verschiedene Gebiete und Wettervorhersagen werden geprüft. Nördliche Alpen? Hmm, Oberstdorf soll mehr als 50l Regen abbekommen. Sicher keine gute Option. Elbsandsteingebirge im Osten? Hmm, auch sehr unsichere Wetterlage, viel Gewitter, viel Regen. Mit am besten sah es tatsächlich in meinem Lieblingsmittelgebirge, dem Harz aus, der Regen meistens nur in der Nacht. Und so beschlossen wir am Donnerstag vor Pfingsten sehr spontan, den Selketalstieg in drei Tagen mit Übernachtungen in Schutzhütten durchzuführen. Am Freitag wurden schwere Rucksäcke gepackt, am Samstag um 06:45h parkte Holger vor meiner Wohnung, und mit meinem Auto ging es nach Quedlinburg. Im Rambergweg haben wir in der Nähe des Bahnhofs einen guten Parkplatz gefunden. Es ging zum Bahnhof, und wenige Minuten später traf mit Kathrin die Dritte im Bunde dazu. Um 08:30h fuhr die Selketalbahn mit Volldampf mit uns los. Bereits auf der Hinfahrt hatten wir einige gewittrige Schauer erlebt, und auch zwischen Osterteich und Sternhaus regnete es nun ohne Unterlass. Was das wohl geben würde?!
Um 10:30h Ankunft bei bestem Sommerwetter in Stiege. Von zwei anderen Selketalstiegaspirantinnen ließen wir uns ablichten, dann begann die Tour sofort. Wir durchwanderten eine wunderschöne Wiesenlandschaft, dann tauchten wir nach dem Brockenblick in den Wald am Alberthaus ein. Der Cache an der Stabkirche wurde natürlich besucht, und wir hatten großes Glück, denn der Förderverein hatte quasi Tag der offenen Tür, so dass wir uns diese wunderschöne und in Deutschland neben zwei anderen Exemplaren einmalige Kirche von innen anschauen konnten. Dann ging es aber weiter nach Güntersberge. Es wurde allmählich immer heißer, durch tolle Wiesenlandschaften erreichten wir den Teich im Katzsohlbachtal, wo eine längere Pause nötig war. Sonnencreme wurde aufgetragen, und Futteralien verzehrt. Dann weiter, nach Straßberg. Zwischendurch nahm die Schwüle gnadenlos zu, und aus Süd kam Donnergrollen immer näher. Pünktlich mit Eintreffen des sich abschwächenden Gewitters erreichten wir die Bergschänke in Straßberg. Tolle Einkehr, wir konnten den Regen in Ruhe aussitzen. Weiter, immer der Selke entlang, nach Silberhütte. Hier kurzer Abschied von der Selke. Der Uhlenblick war uns gnädig und schenkte uns einen Blick zum fernen Brocken. Immer weiter steil bergauf, am Ende wieder bergab nach Alexisbad. Im Hotel Habichtstein füllten wir unsere Flaschen mit Wasser für die erste Biwaknacht, schwer beladen stiegen wir auf zur Verlobungsurne. Endlich machte der Selketalsteig seinem Namen alle Ehre, es ging steil über Stock und Stein und in Serpentinen den Berg hinauf. Oben eine tolle Sicht, aber die Schutzhütte wollte uns nicht ganz zusagen. Die Birkenhütte in 300m Entfernung sagte uns aber noch weniger zu. Was tun? Für die Nacht waren Regen und Sturm angesagt. Also: Alles auf eine Karte setzen und weiter zur baulich wunderschönen Köthener Hütte, von der aber keiner von uns etwas zur Wettertüchtigkeit sagen konnte. Beim Abstieg zum Friedensdenkmal wäre es dann seitens Kathrin fast zur Meuterei gekommen (Neee, nicht bergab, ich will oben bleiben!), aber es half nichts, die Frage für den Cache musste beantwortet werden. Holger war dann an der Luisenklippe schwer enttäuscht (Wo ist denn hier die Klippe!?), dann folgten zahllose Wegkehren, die uns am Ende nach 33km zur Köthener Hütte brachten. Uff, wir mussten erst einmal schlucken. Der wetterfeste Teil der Hütte war ein abgeschlossener Raum. Immerhin war der Boden erhaben, Wasser konnte also nicht hereinfließen. Aber der Glockenturm!! Wer hat sich das denn ausgedacht? Bei Regen und Wind konnte Wasser genau in die Hütte fallen! Aber wir hofften auf Glück und machten es uns bequem. Den Abend verbrachten wir gut gelaunt, wir kochten unser Abendessen, tranken Wein und Kräuterschnaps, und gegen halb elf krabbelten wir in die Schlafsäcke.


Letzte Änderung : 26-Dez-2016
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