Startseite
Über Mich
AHP4
Galerie
Sehschlangen
Tourenbuch
Bookmarks
Elektronik
Gästebuch
Bewertung
Geschichten

Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Selketalstieg: Köthener Hütte bis Kohlenschacht

Aufbruchszeit4.June 2017, 09:40
Ankunftszeit4.June 2017, 18:22
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitmittel mittel
Länge in km25
Höhendifferenz300
Kartenausschnitthier klicken!
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Gegen fünf setzte Dauerregen ein, wir konnten aber weiter schlafen. Gegen halb sieben peitschte eine Windböe den Regen in die Hütte. Ist wohl doch Zeit, langsam aufzustehen. Ich lud das Regenradar aufs Handy. Oh Schreck!! Ganz Deutschland ein einziges Regengebiet, und wir mittendrin. Aber Erleichterung: Das Schlimmste müsste gegen zehn vorbei sein. Also: Langes Frühstück auf den zwei Quadratmetern, die trocken blieben, dann Sachen packen und hinab nach Mägdesprung. Am Carlswerk setzte wieder stärkerer Regen ein, wir nutzten das, um uns drinnen etwas umzuschauen und die schweren Maschinen zu bewundern. Irgendwann mussten wir aber weiter, doch auch bei Regen war dieser Teil des Selketalstiegs wirklich toll. Am Friedrichshammer kehrten wir spontan ein und warteten die letzten 45 Minuten des Dauerregens ab. Ich aß sehr leckeren Harzer Käse, der in Öl und Kümmel eingelegt war, dazu selbstgebackenes Brot. Nun war der Regen endlich durch, und wir hatten das Selketal fast für uns alleine, denn der Regen hatte die meisten Wanderer und Radfahrer abgeschreckt. Kurz vor der Thalmühle hatten wir dann vom breiten Schotterweg aber die Nase voll, und spontan entschlossen wir uns, über den Pulvermühlengrund zur Burg Falkenstein aufzusteigen. Ein sehr rustikales Tal, Matsch und Bäche mussten bezwungen werden, aber oben wurden wir durch tolle Ausblicke belohnt. Beim Abstieg auf dem Eselsstieg die freudige Erkenntnis, dass bei einem Aussichtspunkt auch die Wegpunktfrage 19 des Selketalstiegsmulti beantwortet werden konnte. Also brauchte ich keinen Kilometer extra zu laufen!
Wieder unten ging es an der Selke weiter nach Meisdorf. Im Schlosshotel erbettelten Kathrin und ich uns erfolgreich an der Rezeption Wasser. Der Aufstieg durch ein kleines Tal in Richtung Friedwald war sehr idyllisch, viele kleine Häuser hatten sich die Meisdorfer in den Talgrund gebaut. Dann folgte ein schöner Waldabschnitt, wo überall Pingen anzeigten, dass wir uns in einem alten Bergwerksgebiet befanden, und wieder ein paar Minuten später fanden wir unseren Schlafplatz für die nächste Nacht: Die Schutzhütte am Kohlenschacht ob Opperode.
Aus der Ferne drang Musik an unsere Ohren, wahrscheinlich ein Open-Air-Festival bei Ballenstedt, wir richteten uns häuslich ein und kochten das Abendessen (es gab bei mir Jägertopf mit Pilzen). Zwei Mountainbiker kamen zum Stempeln vorbei, den angebotenen Kräuterschnaps lehnten sie aber dankend ab. Unter dem Gesang der Heckenbraunelle krabbelten wir in die Schlafsäcke und verbrachten eine erholsame Nacht ohne Regen.


Letzte Änderung : 26-Dez-2016
Copyright Jens Köhler, Velpke, Steinbruchstraße 1