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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Riemannhaus und Viehkogeltal

Aufbruchszeit28.September 2017, 08:02
Ankunftszeit28.September 2017, 17:30
KategorieBergwanderung Bergwanderung
Schwierigkeitmittel mittel
Länge in km16
Höhendifferenz1200
Kartenausschnitthier klicken!
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Eigentlich war für den heutigen Tag eine Bergtour auf den Funtenseetauern geplant. Aber der Sonnenschein der vergangenen Tage hatte nicht gereicht, um den Schnee in der Flanke des Berges aufzutauen. Stefan berichtete zudem, dass zwei Bergsteiger am Vortag den Gipfel versucht hätten aber umkehren mussten. Wir disponierten also um und beschlossen, auf dem Hauptweg durch das Steinerne Meer über Baumgartl und Salzburger Kreuz zum Riemannhaus zu wandern. Dort konnten wir dann noch einen kleinen 2000er besteigen, den Sommerstein, und auf dem Rückweg durch das Viehkogeltal auch noch den Viehkogel besteigen. So ging es dann also los. Frühmorgens war es am Funtensee schweinekalt, jedenfalls deutlich unter null, und so versuchten wir, die Senke möglichst schnell wieder zu verlassen. Am Baumgartl, einer nahezu ebenen Fläche mit alten Lärchenbeständen, zeigte sich erstmals die Sonne, aber erst nach Erklimmen eines kleinen Felsriegels waren wir tatsächlich im Sonnenschein. Und nun lag auch die Schönfeldspitze direkt vor uns, und mit diesem Gipfel vor Augen wanderten wir durch die Feldwildnis des Steinernen Meeres, direkt auf das Riemannhaus zu, das wir für eine kleine Frühstückspause nutzten. Dann deponierten wir die Rucksäcke in der Hütte und stiegen zum ca. 2280 Meter hohen Sommerstein auf, dem kleinen Gipfel unmittelbar neben der Hütte. Von dort hatten wir eine tolle Aussicht ins Pinzgau, dem Landstrich zwischen Berchtesgadener Alpen und den Hohen Tauern. Kitzsteinhorn, Großwieshorn und Großglockner waren zu sehen, Venediger hing in einer Wolke, und auch im Osten kamen die Gipfel der Ankogelgruppe durch. Wir genossen die Aussicht bei einer Pause, allerdings wollte Kathrin noch den Gratrücken zum Wurmkopf ablaufen. So trennten wir uns kurzerhand, und Stefan und ich stiegen wieder ab zum Riemannhaus, holten unsere Rucksäcke und wanderten zunächst ein Stückchen vom Hinweg zurück. Nach 800 Metern bogen wir dann aber links ab ins Viehkogeltal. Rechts lag nun der rötliche, langgezogene Buckel des Rotwändls, aber Stefan hatte keine Motivation, diesen aussichtsreichen Gipfel mitten im Kalkplateau zu besuchen, und so beließen wir es bei dem Weg durch das Viehkogeltal. Und der war wahrlich beeindruckend genug. Solche mächtige Wellen aus Kalk habe ich wohl noch nie gesehen, ich kann nur jedem empfehlen, diesen Weg zu gehen, um das Steinerne Meer in seiner Essenz zu erleben!
Stefan war auch sehr angetan von der Wegführung. Ein angelegter Weg war es sowieso nicht, nur eine markierte Strecke, und Stefans Theorie zur Markierung war, dass jemand aus einem Helikopter Farbbeutel abgeworfen hätte. ;-)>br /> So kamen wir durch den massiven Fels gut voran, aber nach ca. 40 Minuten bog der Weg in eine lange Schlucht ein, wo das Geläuf etwas schwieriger wurde. Aber auch das meisterten wir gut, und am Ende kamen wir in liebliches Wiesengelände, wo auch die Viehkogeltal-Diensthütte steht. Auf der Bank dort machten wir etwas Pause. Stefan hatte für diesen Tag genug und wollte nur noch zum Kärlinger Haus zurück, ich wollte mir aber den Viehkogel nicht entgehen lassen, und so trennten wir uns auch noch, so dass zu diesem Zeitpunkt unsere Wandergruppe komplett vereinzelt unterwegs war. Ich stieg also in ordentlichem Tempo zum Viehkogel auf, traf dort nur eine einzelne Wanderin und lümmelte mich dann auf die Gipfelwiese, die so herrlich in der Nachmittagssonne lag. So genoss ich das Panorama etwa 40 Minuten lang, wobei ich zwischendurch auch mal den Liegewinkel variierte, um auch andere Gebirgsteile betrachten zu können. Dann wurde es irgendwann kühl, und ich packte zusammen und stieg ab. Kurz unter dem Gipfel kam mir Kathrin entgegen. Sie wollte nur fix den Gipfel rauf, dann könnten wir ja gemeinsam zur Hütte zurücklaufen. Ich machte also am Fuß des Berges in den Wiesen noch einmal Pause, ließ ein paar Okarina-Melodien erklingen, und dann wanderten wir gemeinsam zum Funtensee zurück.
Dort verbrachten wir noch einen lustigen Hüttenabend. Stefan hatte Jörg aus Hamburg kennengelernt, einen Architekten aus Hamburg mit interessanter Lebensgeschichte, dessen neue Liebschaft aus dem Chiemgau - Brigitte - abends noch zu uns stieß. Sie wiederum kam mit dem letzten Boot nach St.Bartholomä und stieg die Saugasse im Dunkeln hinauf, traf dort noch einen Hirschen und badete bei Ankunft an der Hütte noch im Funtensee, wahrscheinlich auch um den durch den Hirschen verursachten Angstschweiß abzuspülen. ;-)


Letzte Änderung : 26-Dez-2016
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