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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Zwischen Stecklenberg und Thale

Aufbruchszeit28.October 2017, 10:00
Ankunftszeit28.October 2017, 17:00
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km22
Höhendifferenz900
Kartenausschnitthier klicken!
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Schon lange war ich nicht mehr mit Ronny im Harz unterwegs. Spontan hat es sich ergeben, dass wir beide mal wieder Zeit hat, und so ging es an einem herbstlichen Samstag nach Stecklenberg. Zunächst schauten wir uns den kleinen Park hinter der Steckleberger Kapelle an. Mit regelrechter Detailversessenheit haben Bastler ein riesiges Modell von Stecklen- und Lauenberg erstellt. So konnten wir die prachtvollen Bauten bestaunen, und direkt im Anschluss die Ruinen inspizieren. Zur Ruine der Stecklenburg ging es gleich steil den Hügel rauf, oben bestaunten wir die hoch aufragenden Mauerreste. Nächstes Ziel war die Calciumquelle. Hier haben die Stecklenberger auch ein schönes Areal erschlossen, zahlreiche Bänke befanden sich im Hang, eine beeindruckende Quellfassung und eine urige Schutzhütte. Das Wasser der Quelle schmeckte leicht salzig, wäre aber im Ernstfall (Hochsommer oder so) zur Not auch trinkbar gewesen. Jedenfalls ein himmelweiter Unterschied zur Bad Suderoder Calciumquelle, deren Wasser ich am Pfingstmontag probiert habe. Schmeckte so grauselig, das musste sehr gesund sein!
Nach der Calciumquelle kam ein langer und durchaus steiler Aufstieg zur Lauenburgruine. Die große Linde mit dem beeindruckenden Wurzeltunnel war die Hauptattraktion. Am alten Wehrturm konnten wir ein bisschen Aussicht genießen, mit ein bisschen Sonnenschein wäre es noch schöner gewesen, aber man kann ja nicht alles haben. Dann ging es auf der Forststraße bequem hinab ins Wurmbachtal, dort kurze Passage am Bach, dann wieder steil empor zu den Sommerklippen und dem dahinterliegenden alten Steinbruch.
Es folgte nun eine gemütliche Strecke auf Schneisen, teilweise über Wiesen, teilweise durch Fichtenwald. Wir kamen kurz vor der Straße von Thale nach Treseburg raus, überquerten diese und kamen dann in den schönen Buchenwald des Steinbachtals. Wir querten die Sommerrodelbahn, wo viele Kinder reichlich Spaß in den scharfen Kurven hatten, und gelangten dann in das herbstliche Steinbachtal. Es lag so viel Laub auf dem Boden, dass teilweise die Stolpersteine nicht zu sehen waren, es war also etwas holprig. An der Felsfigur des Waldschrats machten wir für einen Geocache halt, dann stiegen wir steil den Jägerstieg empor zum touristischen Epizentrum der Strecke, dem Hexentanzplatz. Wow, war da was los! Die Aussicht war schön, aber extrem stürmisch, wir blieben nicht lange und liefen schnell zur La-Viers-Höhe weiter. Auch hier kurzes Verweilen, dann Abstieg über den Hirschgrundweg zum Gasthof Königsruh. Ein leckeres Schwarzbier, dazu eine knusprige Riesenbrezel, und derart gestärkt wanderten wir rechtsbodisch weiter zum Waldkater. Dort ging es dann wieder steil empor zu einer weiteren interessanten Felsformation, dem Bodetor. Zwei Granittürme bilden hier eine Art Tor, beide Türme können erklettert werden, wobei bei dem talseitigen Turm das Sicherungskorsett doch gewaltig stört!
Nun kam wieder ein längerer Anstieg, wir überholten viele Spaziergänger, die teilweise über unser Tempo staunten. Dadurch erreichten wir den sogenannten Mittelweg, der mit schönen Aussichten über Thale entlangführt. Über den Windeweg erreichten wir wieder den Steinbach, passierten ein Stauwerk und wanderten an der (noch) geschlossenen Gaststätte des Rodelhauses vorbei. Kurze Querung durch ein altes Villenviertel, und wir erreichten das Thaler Clubhaus, ein Kulturzentrum am Rande der Stadt. Eine fast schon aztekenpyramidenarige Treppe führte uns empor in den Buchenwald, und wir kamen zu den sogenannten Sieben Bergen, eine bewaldete Hügelkette, die zur Georgshöhe emporführt. Nach dem letzten dieser Hügel stiegen wir steil nach Osten in ein sehr einsames und abenteuerliches Tal ab, wo wir uns etwas schwer taten, den Wirtschaftsweg zu finden. Wir fanden dann einen grob geschotterten Forstweg, der uns an den südöstlichsten Zipfel von Thale führte. Nun kam ein schönes Wiesengelände mit sanften Hügel, teilweise konnten wir die Sandsteintürme der Teufelsmauer sehen, dann ging es noch über den Kalkrücken des Kahlenberges, am Ende durch Obstplantagen in Richtung Stecklenberg. Wir drehten noch eine Schleife in das Wurmbachtal, ehe wir am Naturfreundehaus vorbei kamen und wieder zum Auto zurück liefen. Das war eine sehr schöne und abwechslungsreiche Wanderung, die ich gerne mal wiederholen würde.


Letzte Änderung : 26-Dez-2016
Copyright Jens Köhler, Velpke, Steinbruchstraße 1