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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Von Hainrode nach Sangerhausen

Aufbruchszeit16.February 2018, 08:35
Ankunftszeit16.February 2018, 18:07
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km25
Höhendifferenz475
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Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Nach der gestrigen ersten Etappe auf dem Karstwanderweg kam heute der zweite und längere Abschnitt von Hainrode nach Sangerhausen an die Reihe. Die Nacht verbrachten Christine, Peter und ich in unseren Schlafsäcken in einer sehr gut ausgebauten Schutzhütte. Bei leichtem Frost (-1 Grad) kostete es schon etwas Überwindung, aus dem warmen Schlafsack herauszugrabbeln. Und dann sind diese Biwaknächte im Winter auch so lang. Jedenfalls konnte ich nicht von neun bis halb acht durchschlafen. Aber was soll's, dafür konnte ich einen tollen frostigen Sonnenaufgang über Hainrode mit Blick bis zur Hohen Linde bei Sangerhausen genießen.
Nach dem Frühstück ging es über die Wiesen oberhalb von Hainrode. Hier konnten wir sehr viele alte Pingen bewundern, Reste des frühen Kupferschieferbergbaus, denn zwischen Hainrode und Morungen kam das erzführende Flöz bis fast ans Tageslicht. Wir durchquerten das kleine und noch verschlafene Dörfchen Hainrode und stiegen dann in Richtung Ankenberg wieder auf. Auf einem schönen Waldweg ging es hinunter zum kleinen Flüsschen Leine. Nach Überquerung der Landstraße zwischen Drebsdorf und Großleinungen wollten wir eigentlich auf einer Brücke den Fluß überqueren. Aber die Brücke war weg! :-O
Ich setzte über und blieb leider mit der Stiefelspitze irgendwo hängen und spritze etwas Wasser auf, so dass meine Hosenenden etwas nass wurden. Als das Christine und Peter sahen, verweigerten sie die Furt und liefen lieber die Landstraße nach Großleinungen. So entging ihnen ein schöner Blick auf den Ankenberg und das Rehgehege. Im sonnigen Buswartehäuschen von Großleinungen machten wir eine kleine Pause, dann folgten wir wieder dem Karstwanderweg in Richtung Mooskammer. Auf dem schattigen Waldweg froren wir zwar, aber dafür gab es unzählige Erdfälle zu bestaunen, und immer wieder blitzte die Sonne von rechts durch den laubfreien Buchenwald. Bei Morungen verließen wir dann bei den Gipsblöcken an den Pferdeställen diese Seite des Tals und gelangten nun in den sonnigen Teil des Tals. Hinter Morungen fanden wir eine Bank in der Sonne und machten eine schöne Mittagspause. Es folgten unzählige Pingen, die uns bis zum Kunstteich begleiteten. Dort kehrten wir ein, ich hatte ein sehr leckeres Schnitzel Italiano. Nach der Pause ging es nach Wettelrode weiter. Die Gaststätte im Röhrigschacht hatte leider noch geschlossen, und so ging es direkt weiter nach Sangerhausen.
Doch das eigentliche Highlight kam erst noch. Wir wanderten südwärts, und näherten uns so der Hohen Linde, der gigantischen Abraumhalde oberhalb von Sangerhausen. Von Süden fanden wir einen steilen, aber gut zu meisternden Aufstiegsweg, und kurz vor Sonnenuntergang waren wir oben und konnten eine fantastische Rundumsicht genießen.
Eine halbe Stunde später stiegen wir wieder ab, ich suchte noch den Geocache am Fuße der Halde, und als ich mit Loggen fertig war, schallte ein "Jens, bist Du es?" durch den Wald. Unglaublich, Ralf und Karina tauchten auf. Die beiden hatten sich den Freitag freigenommen, waren mit der Bahn nach Sangerhausen angereist und wollten bis Sonntag den Harz nach Bad Suderode überqueren. Na das war ein Hallo! Nach kurzer Plauderei verabschiedeten wir uns, und es ging zum Sangerhäuser Bahnhof. Wir mussten eine halbe Stunde auf den Bus warten, der Zug wäre noch viel später gefahren. Versüßt wurde uns die Wartezeit in der Bahnhofshalle von einem älteren Herrn mit laut plärrendem Radio. Drei Jugendliche wollten dann mit ihrer Musik dagegenhalten, und schon gab es die schönste Kakophonie! Auf der Rückfahrt im Bus suchten dann Peter und Christine nach einem Quartier für die nächsten zwei Nächte. Schließlich einigten wir uns auf eine Ferienwohnung in Göllingen kurz vor dem Wipperdurchbruch, und mit dem Auto bis Göllingen brauchten wir noch eine gute halbe Stunde, weil wir leider eine Umleitung fahren mussten. Vom Vermieter der Ferienwohnung erfuhren wir dann, dass die Umleitung nicht mehr nötig ist und die Baustelle abgebaut ist.


Letzte Änderung : 26-Dez-2016
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