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Einzelheiten zur Tour Rheinsteig Tag 3: Von Erpeler Ley nach Rheinbrohl

Aufbruchszeit17.April 2018, 09:00
Ankunftszeit17.April 2018, 17:15
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitmittel mittel
Länge in km22
Höhendifferenz700
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Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Mit der HTG auf dem Rheinsteig. Tag 3.
Die Nacht war ziemlich lausig. Der Boden war zwar wesentlich weicher, aber im Biwaksack hatte sich eine Menge Schwitzwasser gebildet, von außen kam relativ schnell der Tau zusammen, und die Tiefsttemperatur von +6 Grad machten es noch etwas ungemütlicher. Aber ich konnte dennoch besser schlafen als in der letzten Nacht, was aber auch daran lag, dass schlechter nicht möglich war. ;-)
Das schöne war, dass auf der Erpeler Ley die Sonne sehr schnell rauskam, und bei dem Zeppelindenkmal konnten wir es uns recht schnell in der Sonne gemütlich machen. Nach einer guten Stunde kamen auch Ronald, Petra, Anette und Kathrin dazu, die ja zunächst aus Erpel aufsteigen mussten. Die Wanderung begann mit einem Abstieg nach Kasbach. Dort mussten wir unter einem Eisenbahnviadukt hindurch, um nach der Brücke steil aufzusteigen, bis wir höher als die Gleise waren. Recht beeindruckend war, wie steil die Gleise in Richtung Rhein hinunterführten.
Die Streckenführung war landschaftlich sehr nett und führte uns weiter in das kleine Dörfchen Ockenfels mit einer kleinen niedlichen Burg am Ortsende. Danach stiegen wir ab nach Linz, die erste größere Stadt seit Bad Honnef. Im örtlichen Supermarkt kauften wir ein, insbesondere wir Biwakierer brauchten für den Tag noch Trinkwasser. Beim Bäcker gab es auch einige leckere Sachen. Nach Linz ein sehr steiler Aufstieg auf den Kaiserberg, wo es eine sehr schöne 180-Grad-Aussicht auf den Rhein gab. Dann alles wieder runter, und durch eine Schlucht wieder rauf zu einem Sportplatz, daran vorbei in das kleine Dörfchen Dattenberg. Dort kehrten wir in einem Hofladen ein. Sie machten Werbung für Eis, das tat sein übriges! Die Bäuerin zeigte uns zwei kleine Lämmchen im Stall, und dort ließ es sich ganz gut aushalten. Auch der Hund war sehr nett. Nach ca. 20 Minuten brachen wir wieder auf. Kathrin wollte sich die kleine Burg anschauen und verabschiedete sich kurz von uns, wir anderen wanderten durch das malerische Dörfchen. Am Ortsende eine Rechts-Rechts-Links-Kombination mit etwas undeutlicher Markierung. Genau hier musste Gerhild kurz den Rucksack richten, während wie weiterwanderten. Wir wähnten sie hinter uns und liefen durch Wiesen und Heckenlandschaften zum Rheinhang weiter, aber nach ca. 20 Minuten fiel uns auf, dass Gerhild fehlte! :-O
Nach kurzem Kriegsrat kehrten Holger und ich um und suchten den Weg in Richtung Dattenberg ab, während Kathrin vorweglief. Warum haben wir Gerhild nicht einfach per Handy angerufen, wird gefragt? Jaaa, Gerhilds Handy lag in ihrem Auto, und das stand bei mir vor der Haustür in Velpke! Holger und ich stratzten zurück, fanden Gerhild aber nicht. Kathrin war mittlerweile in Leubsdorf, hatte Gerhild aber auch nicht gefunden. Puh, da machte sich schon etwas Unruhe breit, aber es half nichts. Die anderen hatten beim Warten auf der sonnigen Bank fast einen Sonnenstich bekommen, weiter ging es in der Mittagshitze nach Leubsdorf. Da plötzlich ein Anruf von Kathrin. Sie war noch etwas weiter gelaufen und hatte Gerhild tatsächlich gefunden. Nun, wie kan das alles sein? Als wir Dattenberg verließen, machten wir kurz Pause bei zwei Parkuhren, die in zwei Nischen einer Gartenhecke versteckt waren. Während wir diese bestaunten, entschied sich Gerhild für einen falschen Weg (Direkt nach Westen), und dadurch überholte sie uns. Da sie aber leider dachte, sie läge zurück, hat sie sich tierisch beeilt, und Kathrin hatte sie ca. 3km später erst eingeholt!
Aber: Ende gut, alles gut. ;-)
Nach Dattendorf Abstieg nach Ariendorf, dort empfing uns eine schattige Kastanienallee, die uns in den Weinberg oberhalb von Schloss Arenfels führte. Dort knallte die Sonne dann noch einmal richtig, und die Ortsdurchquerung von Bad Hönnig wurde zu einer kleinen Tortur. Leider mussten wir nun etwas Asphaltstrecke laufen, was zusätzlich auf die Stimmung schlug. Kurz vor Arienheller wollte ich eine Pause machen, aber dummerweise standen dort zwei Hinweisschilder: Einmal zum Römermuseum mit Cafe, einmal zur Bauernstube in Arienheller. Wir liefen zunächst zum Römermuseum. Ja, hieß es dort, wir schließen in 20 Minuten, eigentlich gibt es nichts mehr. Also Abbruch, und weiter nach Arienheller. Kurze Suche, dann Feststellung: Der Gasthof hat heute Ruhetag! Pause machen wollte nun keiner mehr, also durchziehen bis zur Pension Jägerhof in Rheinbrohl. Dort kamen wir dann ziemlich erschöpft an. Die Pension wirkte etwas kühl, und die Vermieterin war nicht im Hause und musste erst von uns angerufen werden. Aber innen war es nett, im Kühlschrank gab es Bier, und auf dem Balkon konnten wir unsere klammen Biwaksachen zum Trocknen aufhängen. Den Abend ließen wir dann in einer netten Rheinbrohler Pizzeria ausklingen. Bilder sind hier zu finden.


Letzte Änderung : 26-Dez-2016
Copyright Jens Köhler, Velpke, Steinbruchstraße 1