Startseite
Über Mich
AHP4
Galerie
Sehschlangen
Tourenbuch
Bookmarks
Elektronik
Bewertung
Geschichten

Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Ziegenberg und Stapenberg

Aufbruchszeit17.March 2019, 09:03
Ankunftszeit17.March 2019, 15:15
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitmittel mittel
Länge in km20
Höhendifferenz520
Kartenausschnitthier klicken!
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Das Wetter war für den heutigen Tag eher durchwachsen angesagt, insofern war es schwierig, Mitstreiter für diese eigentlich sehr schöne Wanderung zu finden. Sehr früh ging es in Velpke los, und um neun war ich in Benzingerode am Waldrand. Zunächst ging es durch die Wiesen und Felder zum Wolfsholz, einer kleinen Siedlung mit sehr schönen alten Holzhäusern. Sieht ein wenig nach einer kleinen Ansammlung von Aussteigern und Selbstversorgern aus. Im Westen war hinter Wernigerode die ganze Zeit ein kleiner Fetzen Regenbogen zu sehen. Wolfsholz lag schnell hinter mir, ich überquerte die alte B6, und schon ging es den ersten Berg der Tour hinauf, den recht harmlosen Austberg mit seinen schönen Kalkmagerrasen. Im Gestrüpp fand ich die ersten Leberblümchen, sehr fotogene Gesellen! Nun ging es immer weiter ostwärts, und bei Erreichen des Austbergturms meinte die Sonne, nun endlich aus ihrem wolkigen Versteck herauszukommen! Der Regenbogen bei Wernigerode wurde immer größer, und obwohl es sonnig war, tröpfelte es leicht. Wirklich ein eigenartiges Wetter. Steil ging es dann hinunter zum Benzingeröder Dom, ein paar Fotos desselben mit blauem Himmel, und schon ging es steil zum Ziegenberg hinauf. Vor dem Kiefernwald fand ich einen grasigen Hügel in der Sonne, ein idealer Platz für eine Mittagsrast.
Wenige Minuten später hörte ich Motorradlärm. Das kann doch nicht wahr sein!? Meine speziellen drei Freunde fuhren wieder einmal durch ein Naturschutzgebiet. Der Blitz soll sie beim K***cken treffen!! Als dann der erste seine Enduro in meine Richtung lenkte, stand ich auf und stellte mich mit weit ausgestreckten Armen ihm in den Weg. Nicht, dass es die Chaoten abgehalten hätte, ihre Fahrt abzubrechen, aber zumindest haben sie wohl verstanden, dass ich sie nicht mag und haben das Weite gesucht. Bei meinem Weiterweg über den Ziegenbergkamm waren überall Reifenspuren. Mein Tipp für die Ordnungshüter und die Leute von der Unteren Naturschutzbehörde in Halberstadt: Lauert den dreien in einem der Steilbereiche des Ziegenbergrückens mit einer großen Mannschaft auf und kesselt sie von beiden Seiten ein. Sucht euch dafür einen sonnigen Tag am Wochenende aus. Und ja, die Polizei muss an Wochenende nicht immer nur Fußballstadien bewachen!
So, nun aber genug Frust von der Seele geredet. Die Wanderung über den Kamm war davon abgesehen wieder ein Hochgenuss, links von mir kamen Heimburg und Regenstein immer näher. Am Ende über die Straße und durch Obstwiesen hinab nach Heimburg. Den Ort durchquerte ich so, dass ich östlich der Altenburg auf die alte B6 stieß und die alte Domäne nördlich umgehen konnte. Das Wetter war mir immer noch wohlgesonnen, aber oben in der Schutzhütte sah ich von Westen schon das Ungemach näher kommen: Eine gewaltige Schauerfront näherte sich unaufhaltsam. Ich machte mir aber nichts draus, setzte vielmehr meine Wanderung auf den westlichen Vorgipfel der Altenburg fort. Dort erreichte ich ein herrliches Wäldchen aus alten Hainbuchen, die schön struwwelig gewachsen waren. Im Windschatten eines dieser Bäume konnte ich dann auch den Regenschutz anlegen. Der Schauer brachte außerdem Kaltluft mit sich, es wurde um ca. 5 Grad kälter. Bei schwächer werdendem Regen überquerte ich erneut die alte B6 und stieg zu den Wiesen des Struvenbergs auf. Zwischen dem Sattel von Struven- und Ziegenberg huschte ich hindurch, um dann ein paar Caches zwischen Harz und Ziegenberg einzusammeln. So arbeitete ich mich bis zum Benzingeröder Schützenhaus weiter nach Westen durch, dort schlug ich dann einen Linkshaken ein und stieg direkt den Berg auf, um in der Folge in einem Südwestbogen zum Stapenberg zu wandern, immer wieder mit ein paar Offroad-Abschnitten. Am Stapenberg machte ich keine Pause, die nächste Schauerwalze rollte von West heran, und so sputete ich mich, um noch halbwegs trocken zurück zum Auto zu kommen, War mal wieder eine schöne Tour! :-)


Letzte Änderung : 13-Mrz-2019
Copyright Jens Köhler, Velpke, Steinbruchstraße 1