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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Von Kella zum P4 in der Hessischen Schweiz

Aufbruchszeit9.June 2019, 09:53
Ankunftszeit9.June 2019, 17:00
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitmittel mittel
Länge in km21
Höhendifferenz570
Kartenausschnitthier klicken!
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Die Fahrt von Effelder nach Kella war schon an sich sehr reizvoll, 20km durch einen wunderschönen Teil Thüringens. In Kella belegten wir gleich mal mit sechs Autos den Parkplatz an der Buswendeschleife. Gleich zu Anfang steil rauf zur Grillhütte, dort hatten Holger und Marion übernachtet. Nachdem die beiden eingesammelt waren, stiegen wir ein Stockwerk höher zur eigentlichen Schutzhütte, auch sehr schön gelegen. Die Fenster haben Ziergardinen, der Eingang lässt sich mit Vorhängen zuziehen!
Wir stiegen noch etwas auf, erreichten dadurch den alten Kolonnenweg. Diesem folgten wir nach Nordosten in einem langgezogenen Bogen um Kella herum. Am Ende finden wir einen markierten Weg, steil hinauf ging es dann zur Pfaffschwender Kuppe. Das war auch einer der schönsten Aussichtspunkte des Tages, eine offene Wiese mit teilweise seltenen Pflanzen auf Kalkmagerrasen, nach Süden steil abfallende Kalkfelsen, darunter das Dorf Keller, in der Ferne sind Großer Inselsberg und einige der höchsten Berge der (Hessischen?) Rhön zu erkennen.
Es geht nun in den Wald, und den zuvor gelaufenen Halbkreis laufen wir nun auf der Kante des Hochplateaus in entgegengesetzter Richtung zurück. Wir passieren das Eibenloch, ein sehr eigenartiges Felstor, entstanden durch Karstauslaugung und einen dadurch ausgelösten Felsrutsch. In etwa auf Höhe der Kapelle Kella erreichen wir den Premiumwanderweg P4, einem ca. 16km langen Rundweg durch die Hessische Schweiz. Zunächst steigen wir ab nach Hitzelrode, ein sehr idyllisches Bergdorf, bereits in Hessen liegend. Das Musikcafe hat Sommerpause (ich glaube, die sind pleite!), wir machen auch keine Pause, sondern laufen zur Hörne weiter. Wir nehmen den einfachen Aufstieg über den P4, es wäre noch eine steile Variante über die Westflanke möglich gewesen. Oben eine lange Pause, Ralf gibt eine Runde Rotwein aus! Ich komme mit einer Wandergruppe der Sektion Göttingen ins Gespräch.
Nach der Pause Weiterweg an den Nordabbrüchen der Hörne, über kleine Kalkhubbel in den Sattel der Hörnelücke. Dort steiler Aufstieg zum Aussichtspunkt Hohenstein. Einige scheuen den steilen und felsigen Aufstieg und gehen einen kleinen Umweg (Südschleife). Oben treffen wir uns wieder, sammeln uns und gehen weiter in Richtung der Schönen Aussicht. Merkwürdig, wenn man vom Aussichtspunkt nur wenige Meter weiter nach Nordwesten geht, kommt ein noch schönerer Aussichtspunkt, allerdings ohne Geländer. ;-)
Nun eine längere Strecke einfaches Gehgelände, die größten Anstiege sind nun geschafft. Spannend noch einmal der Wolfsstein, ein Felstisch aus Kalk, pilzartig geformt. Erinnert mich ein bisschen an die Steinerne Agnes aus dem Lattengebirge, ist aber bei weitem nicht so hoch (nur 1,80m hoch). Fast jeder boldert hier herum und versucht, einen Anstieg zu finden, der ohne Knieeinsatz funktioniert. Der P4 beschreibt eine Acht, und beim mittleren Treffpunkt beschließen einige, den kurzen Weg nach Kella abzusteigen. Der verbleibende harte Kern (immer noch ca. 10 Personen) geht zum letzten großartigen Aussichtspunkt, den Silberklippen auf dem Meinhard. Von hier kann man sehr schön nach Eschwege mit dem Werratalsee hinabschauen. Auch eine weitere Burg ist schön im Wald eingebettet zu sehen. Der Abstieg durch den Wald ist dann nicht weiter wild, es geht steil hinab nach Kella, die letzte Meter über herrliche Wiesen zurück zum Parkplatz.


Letzte Änderung : 13-Mrz-2019
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