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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Brenta: Vom Rifugio XII Apostoli zum Rifugio Pedrotti

Aufbruchszeit31.July 2019, 07:30
Ankunftszeit31.July 2019, 12:30
KategorieKlettersteig
Schwierigkeitmittel mittel
Länge in km8
Höhendifferenz840
Kartenausschnitthier klicken!
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Während es am Vorabend doch leicht regnete und es nicht ganz klar war, ob der Tag mit Gewitter endete, hatte sich über Nacht wieder alles aufgelöst, und ein wolkenloser Morgen erwartete uns. Mit Peter und Christine war mein erstes Ziel die 2860m hohe Scharte der zwei Zähne (Bocca dei due denti). Von West war der Zustieg sehr gutmütig, Fels und Schutt, oben einige länngere Schneefelder, im oberen Bereich sogar fast schon etwas durchgefroren. Hinter der Scharte gähnte ein tiefer Abgrund, in den es mit unzähligen Leitern hinab ging. Mit viel Gegenverkehr arbeiteten wir uns immer tiefer hinab, bis wir nach ca. 45 Minuten den Klettersteig wieder verlassen konnten. Wir stiegen noch ein paar Höhenmeter zum Rifugio Agostini ab, dann fragte ich Peter und Christine, ob es schlimm sei, wenn ich mich mal ausklinke und bis zum Rifugio Pedrotti allein ginge. Nach zehn Tagen Gruppentouren brauchte ich mal wieder etwas Freiheit. Beide sahen das auch ein und ließen mich ziehen. So bog ich gleich links ab zum Ambiez-Gletscher (Vedretta d'Ambiez), querte das Schneefeld und erklomm den steilen Via Ferrata del Ideale. Die Sonne hatte sich mittlerweile verzogen, und Nebel verhinderte, dass ich auf dem Kalkband auf 2900 Metern Höhe eine Aussicht hatte. Sehr schade!! Bei guter Sicht muss dieser Weg spektakulär sein. Der Nebel wurde dichter und irgendwie zog sich auch die Helligkeit immer mehr zurück: Kein gutes Zeichen. Entsprechend machte ich keine Pause mehr sondern zog bis zum Rifugio Pedrotti durch. Ca. 10 Minuten vor der Hütte begann es zu regnen, ich packte meinen Rucksack in die Regenhülle ein, aber ich schaffte es tatsächlich vor dem großen Dauerregen zur Hütte.
Ich bezog gleich das Lager (sehr gute Lage, Lager 1 im 1.Stock), und als ich mich mit einem Bier nach draußen stellen wollte, tauchte plötzlich Peter auf. Die Auflösung: Auch Peter und Christine hatten sich kurz nach meinem Ausstieg getrennt. Peter wollte sogar noch die Cima Tosa besteigen, ist aber dann bei dem Nebel doch nur den Klettersteig gegangen, den ich kurz vor ihm auch lang bin. Christine ist runter zum Rifugio Agostini, um von dort den längeren, aber einfacheren Weg zur Pedrotti-Hütte zu nehmen (Sentiero Palmieri). Leider geriet sie auf ihrem Weg nicht nur in den Dauerregen, sondern auch noch in das anschließende schwere Gewitter. Den größten Regen konnte sie zum Glück unter einem Felsvorsprung abwarten, dort traf sie zwei Frauen, mit denen sie dann gemeinsam den Weg zur Hütte fortsetzte, als der Regen nachließ. Ja, so war das für alle ein abenteuerlicher Tag! Und am Ende erhielten wir per Whatsapp von Stefan die gute Nachricht: Seinem Fuß ging es wieder besser, und er hat es bis zum Rifugio Alimonta geschafft!


Letzte Änderung : 13-Mrz-2019
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