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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Alemannenweg Tag 3: Von Lützelbach nach Auerbach

Aufbruchszeit8.May 2020, 07:36
Ankunftszeit16.May 2020, 00:00
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitmittel mittel
Länge in km23
Höhendifferenz510
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Weitere Einzelheiten zur Tour

Nach einer relativ warmen Nacht in der Neuen Hütte zwischen Neunkirchen und Lützelbach packten wir unsere Sachen zusammen. In den wärmenden Strahlen der Odenwalder Frühlingssonne brachen wir zur dritten Etappe auf. Als wir nach Lützelbach abstiegen, merkten wir, dass im Tal wesentlich mehr Kälte stand und das unser Schlafplatz auf der Anhöhe deutlich wärmer war. Westlich von Lützelbach folgte nun ein landschaftlich sehr schöner Abschnitt, Wege am Waldrand oder über aussichtsreiche Wiesen und Hügel. So erreichten wir den nördlichen Ortsrand von Brandau. Ich hing wegen sehr vieler Caches am Wegesrand etwas zurück, und so passierte es, dass Holger und Anette, schnurstracks auf einem Wiesenpfad neben der Straße nach Hoxhohl wanderten, bis zum Lindenhof, einem Pferdebauernhof vor dem nächsten Wald. Dort dann die bittere Erkenntnis, dass wir den Alemannenweg seit einem knappen Kilometer verpasst hatten und in die völlig falsche Richtung liefen. Wir machten das beste draus und schlugen über einen bewaldeten Hügel einen Haken nach Südwest. Oberhalb von Allertshofen trennten wir uns dann. Holger wollte eine massive Abkürzung nach Beedenkirchen einschlagen. Ich jedoch war der Meinung, dass wir in südöstlicher Richtung zurück zum Alemannenweg gehen sollten, schließlich wäre die Etappe sonst viel zu kurz, und wir würden uns am Etappenziel nur langweilen. Anette schloss sich mir an. Wir fanden westlich von Braundau den Weg wieder und folgten dann der Beschilderung. Holger machte andere Erfahrungen. Sein Plan, einen Durchbruch in weglosem Gelände zu finden, scheiterte an Fischteichen und undurchdringlichem Gelände. Er konnte dann bei einem Bauern Tipps zum Weg und sogar Trinkwasser erhalten. Anette und ich fanden oberhalb von Beedenkirchen eine herrliche Hügellandschaft vor, kurz vor dem Dorf gab es sogar in einem schattigen Bach kühles Trinkwasser (gefiltert). In Beedenkirchen wollten wir Holger treffen. Leider hatte die Absprache zwischen Holger und mir nicht funktioniert, und so hatte ich mir den falschen Treffpunkt gemerkt (man merke: Kommunikation ist nicht einfach!). Anette musste Holger kurz anrufen, dann war klar, wo er auf uns wartete. Wir folgten also dem Alemannenweg weiter. In der Mittagshitze wartete er mit einem brutalen Steilstück hinauf zur Heinrichshöhe auf. Unterwegs trafen wir Holger tatsächlich. Holger hatte nun lange genug gewartet und wollte weiter, aber Anette bestand auf einer Pause, die wir dann an der Wilhelmshütte hatten.
Nach der Pause ging es durch schöne Bergwiesen zur Kuralpe, wo dann der nächste lange Aufstieg zum Felsberg begann. Oben war alles etwas irritierend, viel Absperrband wegen Corona, aber viele Menschen, die sich darum nicht recht kümmerten. Uns war das sowieso egal, also folgten wir der Beschilderung zum Felsenmeer. Das Felsenmeer ist ein hoher Buchwald, dessen Waldboden von zahlreichen Granitblöcken übersät ist. Für Kinder wahrscheinlich ein toller Spielplatz. Die Felsenmeerquelle verpassten wir, der Kiosk im Felsenmeer hatte geschlossen, also wanderten wir einfach weiter. Nach einer langen Passage auf einer Forststraße erreichten wir das Odenwaldklubdenkmal, wo der Verein seinen im Krieg gefallenen Kameraden gedenkt. Das Denkmal ist an einem riesigen Fels befestigt, der auch zum Klettern einlädt. Dort machten wir eine längere Pause, die wir uns auch verdient hatten, danach ging es zum Emmerling-Born. Die Quellfassung ist leider seit Jahren defekt, also schöpften wir aus dem nahen Bach Wasser mit dem Filter. Da dies die letzte Quelle vor Auerbach war, hatten wir keine andere Wahl, denn verdursten wollten wir ja auch nicht. :-) Jetzt waren es nur noch wenige Kilometer bis zu unserem Etappenziel, einer Schutzhütte am Rande des Landschaftsparks Fürstenlager. Und die Hütte konnte sich wahrlich sehen lassen. Geschätzte Fläche ca. 40 Quadratmeter, und eine hohe Decke, besser geht es nicht. Allerdings war die Lage recht exponiert, sehr viele Spaziergänger gingen an der Hütte vorbei. Aber die Lage am Rande einens Wingerts (Weinbergs) war sehr pittoresk, und die Ecke des Bergsporns bot gute Aussichten in die Rheinebene in Richtung Südwest.


Letzte Änderung : 29-Nov-2019
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