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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Pfingstbiwaktour Tag 2

Aufbruchszeit1.June 2020, 08:36
Ankunftszeit1.June 2020, 15:38
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitmittel mittel
Länge in km17
Höhendifferenz580
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Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Die Nacht war relativ kühl, meine Uhr, die außerhalb des Biwaksacks lag, zeigte um vier Uhr morgens -1,7 Grad an. Ich hatte meinen eher dünnen Sommerschlafsack dabei (Komfortbereich +6 Grad), doch dank des Biwaksacks konnte ich relativ gut schlafen (ok, ich habe schon deutlich besser geschlafen). Am meisten hat mich der Halbmond beim Einschlafen gestört, der schien mir ja voll ins Gesicht!
Der Steinbergskopf hatte den großen Vorteil, dass sehr früh am morgen die Sonne scheint, das war bei uns so ab halb sieben der Fall. Im Hochsommer ist also kein langes Schlafen möglich. Gegen acht hatten wir dann alles gepackt, wir ließen uns aber etwas Zeit, denn heute war die Etappe nicht ganz so lang wie am Vortag. Erstes Ziel war der Elversstein, wo wir aber nur ganz kurz stoppten. Nach dem langen Anstieg auf den Steinberg kurz rechts ab zu dem Aussichtspunkt nach Südwest. Dort wächst aber mittlerweile alles mehr und mehr zu, die Aussicht lohnt nicht mehr so recht. Danach Abstecher nach Norden, oberhalb des Mastkopfs schöne Aussichten auf Hasserode und auch auf Wernigerode. Auf Höhe des Schützenbergs ein ziemlich wüster Schneisenabstieg mit querliegenden Bäumen, das hat Anette nicht so sehr gefallen. Weiter in Richtung Armeleuteberg. Die Gaststätte dort baut gerade ihre Gästeterrasse um und hatte geschlossen, aber es war eh zu früh. So langsam merkten wir die Kraft der Sonne, und mit Schweißperlen auf der Stirn erklommen wir den Kaiserturm auf dem Armeleuteberg. Oben eine tolle Rundumsicht, vom Brocken im Westen bis zum Wernigeröder Schloss im Nordosten. Noch ein Stückchen weiter nach Osten gelangten wir zum oberen Ende des Skihangs im Zwölffingertal, noch einmal eine tolle Aussicht auf grüne Hügel. Rechts unten war schon die Harburg zu sehen, unser nächstes Ziel. Wenige Minuten vor elf erreichten wir den Biergarten, und um elf wurde geöffnet. Das Aussichtspodest wurde im Vergleich zum Vorjahr um zwei Stockwerke erhöht, man hat nun eine phantastischen Blick auf das Schloss. Ich gönnte mir eine Soljanka mit Weizenbier, und danach noch einen Verdauungskaffee. Das Innere der Hütte wurde liebevoll renoviert und ist echt sehenswert. Ich glaube, in der Harburg war ich nicht zum letzten Mal.
Irgendwann hört auch die schönste Pause auf, durch einen fast noch frühlingshaften Eichenwald ging es zur Skisprungtribüne ins Zwölffingertal hinab. Als absoluten Wadenbeißer ging es im Anschluss zwischen den Schanzen auf der langen langen Treppe hinauf zum Amelungskopf. Dann ein längerer Abstieg nach Hasserode, Querung der Holtemme und sanfter Anstieg zur Himmelpforte, wo vor langer Zeit mal ein Kloster stand. Es schloss sich ein längerer und schweißtreibender Aufstieg zum Pahnberg an. Leider quatschten wir zuviel und verpassten den kürzeren Weg, so mussten wir einen kleinen Umweg oberhalb des Limmeckenbachs nehmen. Holger und ich beschlossen, durch den offenen Buchenwald eine Abkürzung zu nehmen. Ich nahm mir noch einen kleinen Lärchensprößling mit, mal sehen, ob der irgendwann meinen Garten ziert. Leider wurde unsere Abkürzung durch zahlreiche querliegende Bäume kurz vor dem Treffpunkt mit Anette und Olli blockiert, das war dann doch noch etwas anstrengender als gedacht. Doch auch die beiden anderen mussten querliegende Bäume umgehen, und das auf einem eigentlich recht breiten Forstweg. Die Forst ist zur Zeit echt nicht zu beneiden: Entweder sind die Bäume vertrocknet, umgestürzt, oder beides.
Am Schwengskopf vorbei stiegen wir dann noch gemeinsam zur Goslarer Gleie ab. Der Weg war sehr abenteuerlich und von großen Wassermassen stark zerfurcht, teilweise waren die trockenen Kolke einen halben Meter tief und breit! Unten angekommen verabschiedeten sich Anette und Olli, sie wollten im direkten Abstieg auf kürzestem Wege zurück zum Auto. Holger und ich absolvierten noch den geplanten Weg über das Wernigeröder Fenster, welches allerdings mittlerweile verlegt wurde, da der ursprüngliche Aussichtspunkt schon mit jungen Birken zuwächst. Es folgte noch ein schöner Abstieg auf einem Downhill-Trail hinab ins Holtemme-Tal, und dann war die Biwaktour auch für uns zu Ende. Auf der RÜckfahrt besuchten wir noch Gerhild in Quedlinburg, und auf dem dann anschließenden Weg nach Hause nahm ich noch einen Zimmermannsgesellen auf der Walz nach Halberstadt mit.


Letzte Änderung : 29-Nov-2019
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