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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Südharzer Mittsommernachts-Overkill

Aufbruchszeit20.June 2020, 07:05
Ankunftszeit20.June 2020, 19:30
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km42
Höhendifferenz1630
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Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Die Idee zu dieser Wanderung kam mir Ende April bei einer Umrundung des Oderstausees auf der Strecke der Odertaler Seerunde. Damals hatte ich die Wanderung vom Quitschenkopf bis zum Scholben fortgesetzt, und ich fragte mich, ob sich da noch die Luttertalumrahmung dranhängen ließe. Zuhause habe ich dann an dem Track getüftelt und tatsächlich eine Lösung gefunden. Ronny konnte ich überzeugen, bei dieser schon etwas wahnsinnigen Unternehmung mitzumachen. Um fünf Frühstück in Jerxheim, dann Fahrt nach Bad Lauterberg. Dort, wo die Sperrlutter in die Oder mündet, haben wir geparkt. Zunächst ein Stück die Bundesstraße in Richtung Staumauer, dann links hinein in das Hauxtal. An der nördlichen Kehre der Forststraße fanden wir eine Schneise, die uns weiter nordwärts, steil aufwärts zu einer Einsattelung zwischen den Hauxköpfen brachte. Bei Erreichen der Hillebille ein erster Vorgeschmack, was uns noch an zugewachsenen Schneisen an diesem Tag erwarten sollte. Die Klippe nach dem Strommasten war wir immer sehr schön, aber eine lange Pause machten wir hier nicht. Noch einmal sehr hohes Gras, dann konnten wir den Schneisen und Forstraßen zum Breitenberg folgen. Wie im April nahm ich die sehr steile Abkürzung hinunter ins Schweintal. Nach dem Regen der letzten Tage war im Bach soviel Wasser drin, dass ich einen Schluck trinken konnte. Nun noch ein kleiner Abstieg, und wir querten die Oder an der Erikabrücke. Nun folgte der nächste lange Aufstieg auf den Schneisen des Espentals. Weiter oben konnten wir dann problemlos zum Stöberhai bzw. Jagdkopf aufsteigen. Dort machten wir eine erste längere Pause, 13 schon recht anstrengende Kilometer lagen hinter uns. Nach der Pause dann zunächst bequem zum Hassenstein auf breiten Forststraßen weiter. Dann eine Schneise steil bergauf, dem schlossen sich teilweise extrem zugewachsene Schneisen bis zum Scholben an. Das Kraut stand teilweise schulterhoch, eigentlich ein Wunder, dass ich nur eine einzige Zecke am Ende der Tour hatte.
An der Scholbenhütte bei Kilometer 19 eine weitere Pause. Langsam wurde es auch ziemlich heiß. Nach der Pause Abstieg zum Kirchberg. Am Kirchberg leider ein paar Umwege, da Wege, die auf der Karte zu sehen waren, in Wirklichkeit dann doch nicht existierten. Es gibt wirklich keinen direkten Weg, man muss in ziemlichem Zickzack ins Wiesenbektal hinunter. Na gut, das war dann irgendwann geschafft, nun hinein ins Luttertal und Getränkeeinkauf beim Rewe. Einen Liter Apfelschorle für jeden, das brachte uns gut voran. Nach dem Heibeekstal begann dann der lange Aufstieg zum Großen Knollen. Unser Tempo war immer noch ganz ordentlich, und ich muss wohl etwas zu wenig getrunken haben, denn unterwegs bekam ich erste Anzeichen von Muskelkrämpfen, konnte das aber durch Tempodrosselung noch umgehen. Auf dem Großen Knollen eine angenehm lange Pause, Kilometer 29 war geschafft. Nach kurzem Abstieg zum Siebersattel mit der charakteristischen, aber völlig mit Fichtenholz zugestapelten Köte, begann noch einmal ein langer Anstieg zur Aschentalshalbe. Dort oben haben die Baumschubser ganze Arbeit geleistet und großflächig die vertrockneten Fichten aus 2018 und 2019 gefällt. Das sorgt jetzt für viele neue und ungewohnte Aussichtspunkte, hat aber den klitzekleinen Nachteil, dass es im Hochsommer auch sehr heiß, die angenehme Kühlung des schattigen Waldes wird für die nächsten 10 Jahre wegfallen. Hinüber zum Koboltsthaler Kopf, dann rechts nach Süden abgebogen und der Schlussstrecke der Großen Luttertalumrahmung in Richtung Bismarck-Turm. Am Dicken Forstmeister noch eine letzte Rast. 37 Kilometer hatten wir jetzt schon geschafft! Kurz vor der Fahrstraße zum Bismarck-Turm, dort wo der Multi Leffe und Westmalle liegt, war alles ziemlich übel mit Fingerhut zugewachsen. Beim allerletzten Aufstieg, dem Hüttenschinder zum Bismarck-Turm, dann erneut Fast-Krämpfe in den Oberschenkelmuskeln. Was war denn heute nur los? Oben eine lange Einkehr mit Curry-Wurst, dazu die herrliche Aussicht auf Bad Lauterberg und südliches Harzvorland, Eichsfeld usw. Das Sitzen tat meinen überlasteten Muskeln aber überhaupt nicht gut, die Hitze hatte mich total demineralisiert, ständig drohte irgendwo ein Muskelkrampf. Endgültig vorbei war es dann beim Heldenfoto, aufgenommen durch die Bedienung. Nur wenige Millisekunden nach Auslösen des Fotos setzte ein längerer Krampf im linken Oberschenkel ein. Da half alles nichts: Die Currywurst musste ich erst einmal im Stehen essen. Dann ging es zum Glück wieder, und der Abstieg zum Auto war auch kein Problem mehr. Tja, nur die Rückfahrt, da musste mich Ronny ab Radauwasserfall ablösen, denn dann fing der Krampf im rechten Oberschenkel an.
Puh, anstrengend, aber schön, und ich würd es wieder machen, aber vielleicht nicht im Hochsommer, und mit mehr Magnesium. ;-)


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Letzte Änderung : 29-Nov-2019
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