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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Osser-Westgrat und Grenzkamm

Aufbruchszeit3.October 2020, 09:00
Ankunftszeit3.October 2020, 19:09
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km24
Höhendifferenz960
Kartenausschnitthier klicken!
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Im November 2018 hatte ich den Osser-Westkamm bereits kennengelernt, und den wollte ich den anderen natürlich nicht vorbehalten. Interessanterweise ließ sich die Tour über den Osser komplett ohne Benutzung des Autos durchführen, und auf dem Rückweg lag sogar eine Gaststätte mit guter Küche. Na dann los. Die erste Aufgabe war die Überquerung des Großen Kühbergs, welche nördlich von Frahels unter dem Osserwestkamm liegt. Das war überraschenderweise sehr schweißtreibend. Der Alpenföhn führte sehr milde und trockene Luft bis in den Bayerischen Wald, und weiter oben sollte uns so manche Böe ordentlich durchrütteln. Durch aussichtsreiche Felder huschten wir zwischen Engelshütt und Lam-Himmelreich hindurch und erreichten den Panoramaweg bei Baumlager, wo auch der schmale Pfad über den Osserwestkamm beginnt. Diesem folgten wir zunächst zur Kapelle Maria Hilf. Das Kirchlein schauten wir uns auch von innen an, dann ging es auf dem Kammweg weiter bis zum Ossersattel. Ein paar Kletterstellen kurz vor dem Wanderparkplatz versüßten uns diese Tour. Am Parkplatz war dann unglaublich viel los, na ja, es war ja Nationalfeiertag. Doch durch die Wahl des Aufstiegs in kürzester Linie zu den Osserwiesen waren wir den Trubel gleich wieder los, erst an den Osserwiesen wurde es wieder voll. Die Osserwiesen sind einfach ein mystischer Ort, die geneigten Gneisfelsen und dazu die schöne Sicht auf den Lamer Winkel! Nur der Föhnsturm sorgte dafür, dass wir doch schnell weiter wollten. Den Kleinen Osser erklommen wir recht schnell, Holger und ich sogar direkt über den westlichen Gipfelgrat, eine sehr schöne Reibungskletterer über riesige Quarziteinschlüsse. Oben war es dann relativ voll, zu wuselig für eine Pause, daher Abstieg zur Künischen Kapelle. Dort war die Sitzgruppe leer, und wir konnten dort ordentlich rasten. Nun folgte der Schlussanstieg auf den Großen Osser. Dort war es aber ähnlich voll, und auf eine Einkehr im Osserschutzhaus verzichteten wir ganz. Daher stiegen wir nördlich ab, entlang der tschechisch-bayerischen Grenze. Die meisten Tschechen wollten aber nach Hamry, und nach dem Abzweig hatten wir dann plötzlich den Wanderweg fast für uns allein. Über Jägerhübel und Heimwald ging es immer der Grenze nach, wobei einige Stellen schon ziemlich monoton waren. Am Zwieseleck ein kleiner Aussichtspunkt, und die erste Bank nach ca. 7 Kilometern. Also Pause! Ab dem Roten Kreuz, einem gusseisernen Wegmartlerl oberhalb Tanneneck, wurde der Weg dann noch einmal sehr spannend. Durch die Felsen eines Gneisgrates war der Wanderweg sehr geschickt und extrem pittoresk angelegt, die milde Abendsonne sorgte für eine perfekte Abrundung. Wir trafen zwei Wandersfrauen, die sich sehr wunderten, dass es auf diesem schönen Bergpfad nicht vor Menschen wimmelt, und wir seien ja die ersten, die sie seit Stunden getroffen hätten. Irgendwann kamen wir in Absetz an, einer Kreuzung mit der Gaststätte Tanneneck. Es war ganz urig, Schweinebraten und Bier mundeten hervorragend! Die letzten Kilometer ging es durch den Wald nach Haibühl. Knappe 5 Minuten waren wir zu langsam, sonst hätten wir einen fantastischen Sonnenuntergang mit orange glühendem Wolkenzelt erlebt, so sahen wir das Abendrot nur durch die Bäume schimmern. Mit den letzten Photonen der Blauen Stunde erreichten wir erschöpft, aber glücklich die Ferienwohnung.


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Letzte Änderung : 29-Nov-2019
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