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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Sulzschneetour im Südharz

Aufbruchszeit17.January 2009, 08:39
Ankunftszeit17.January 2009, 17:15
KategorieSchneeschuhtour Schneeschuhtour
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km26
Höhendifferenz1150
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Nachdem ich am Vorabend den Ausführungen von Thomas Huber (Huberbuam!) folgen durfte und Bilder gesehen habe, wie man ausschaut,wenn man nachts um 0 Uhr zu einer Bergtour aufbrechen will/muss/darf, kam mir auf einmal das Aufstehen an einem Samstag um sechs Uhr nicht mehr so schlimm vor und ich beschloss, mal wieder eine ausgedehnte Tour im Südharz zu unternehmen. Um halb neun war ich in Sieber. Es lag bedeutend mehr Schnee, als ich eigentlich erwartet hatte, und so nahm ich die Schneeschuhe erwartungsvoll mit auf die Wanderung. Gleich zu Beginn beeindruckten mich die großen Eisschollen, die an den Ufern des kleinen Flüsschens Sieber klebten. Stellenweise dürften sie eine Dicke von 10cm erreicht haben. Das Goldenkental war schnell durchschritten, und am kleinen Steg, wo der Steig beginnt, endete der geräumte Forstweg, und der ungespurte Aufstieg begann. Der Schnee war noch in einem guten Zustand, das sollte sich auch erstmal nicht ändern. Der Aufstieg ging auch recht problemlos vonstatten, war aber anstrengend wie immer. Weiter oben, wo die Asphaltstraße aus Lonau dazu kommt, habe ich eine gespurte Loipe vorgefunden, der ich bequem bis zum Teilungspfahl folgen konnte. Aber hier war der Weg wieder geräumt, stellenweise schaute sogar der steinige Boden durch. Oben in der HKB gab's dann einen Becher Kaffee und zwei Stück Kuchen. Mit zwei Skifahrern habe ich ein nettes Gespräch über das Wolfsburg der 70er Jahre geführt, der eine von den beiden wohnte damals als italienischer Gastarbeiter in einer Baracke des späteren Bürozentrums Ost.
Nun folgte der schönste Teil der Wanderung, die Überwanderung des Ackerkamms in Richtung Lonau. Die Seilerklippe war mit Schneeschuhen wieder eine wundershcöne Sache, an der Klippenkante gab es schöne Schneeverwehungen.
Der Abstieg nach Lonau war nicht weiter der Rede wert, auf den letzten zwei Kilometern wurde es merklich wärmer, und der Schnee wurde immer sulziger und klebriger. Die Querung hinüber ins Siebertal zum Gasthaus war dann mit den Schneeschuhe eine ziemliche Strapaze, der Schnee stollte sehr stark, und der Weg war ja auch nicht gespurt.
Am Paradies war ich sogar am Überlegen, statt des Steigs über die Lübbers Buche den normalen Forstweg zum Jägersfleck aufzusteigen. Habe mich dann aber zusammengerissen, die Schneeschuhe wieder am Rucksack befestigt und bin dann mit den Stiefeln durch den nassen Schnee aufgestiegen. Meine Hoffnung, ab Lübbers Buche einen ausgetretenen Weg vorzufinden, erfüllte sich nicht, es waren nur zwei Wanderer vor mir dort unterwegs gewesen. Glücklicherweise hatten sie genau meine Schrittweite, und so konnte ich ihre Spuren prima verwenden und gelangte gut zur Schutzhütte am Jägersfleck, wo ich eine Pause einlegte vor dem Schlussanstieg zum Großen Knollen. Quasi als Turbo habe ich nun die Grödel angelegt, denn nun war im Schnee eine festgetretene Spur vorhanden.
Aussicht auf dem Knollen gab's leider keine, und nach einer ausgiebigen Pause folgte ein schneller Abstieg in der Dämmerung über den E6 zurück zum Auto, das ich am Schützenhaus abgestellt hatte. Wäre es an diesem Tag um zwei Grad kälter gewesen, wäre es eine super Wanderung gewesen.


Letzte Änderung : 13-Mrz-2019
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