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Einzelheiten zur Tour Weitwanderung Clausthal - Brocken und zurück

Aufbruchszeit5.July 2009, 06:37
Ankunftszeit5.July 2009, 22:28
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km55
Höhendifferenz1200
Kartenausschnitthier klicken!
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Bei dieser Wanderung muss ich erstmal mit der ganzen Vorgeschichte beginnen. Normalerweise unternehmen Daniel und ich einmal im Jahr eine Weitwanderung, nämlich die Harzüberquerung von Wieda nach Clausthal. Irgendwie haben wir diese in 2009 nicht anvisiert, und so ergab sich in einem Gespräch, dass ich erwähnte, mal wieder von Romkerhalle auf den Brocken wandern zu wollen. Daniel nahm diese Idee dankbar an und erweiterte sie um den perfiden Punkt, Start und Ziel nach Clausthal zu verlegen. Da musste ich dann schon kurz schlucken, aber ich war natürlich dabei.
Am frühen Morgen des 5.Julis ging es dann los. Zunächst mussten wir uns im Anno am Abend davor etwas Mut antrinken, wir haben es allerdings nicht übertrieben und waren zeitig in den Federn. :-) Nach einigen kleinen Verzögerungen starteten wir um 06:37 am Pfosten des Glückauferhauses in Clausthal. Dreh- und Angelpunkt dieser ganzen Unternehmung war die günstige Wegführung nach Torfhaus, das war uns von Anfang an klar. Wir wanderten also zunächst durch das ruhige Clausthal und das Ghetto zur CUTEC, dort ging es auf die alte Chaussee in Richtung Sympatec. Die Wiese war sehr nass, und unsere Stiefel bald auch. Aber nach Überquerung der B241 wurde es wieder trocken. Zwischen Oberem und Mittlerem Pfauenteich konnten wir den Morgennebel fotografieren, das war schon ein Erlebnis. Dann ging es hinein in den dichten Wald, vorbei am Jägersbleeker Teich (Daniels erster Stempel) zum Polsterberger Hubhaus.
Jetzt ging's bergab mit uns, nämlich hinunter ins Polstertal. Quer über den Zeltplatz gelangten wir zur anderen Talseite, und steil ging's dann hinauf zum Rothenberg (555m), der das Polstertal vom Rotenbeektal trennt. Auf der anderen Seite mussten wir dann einen steilen, wegerodierenden Weg zum Altenauer Bahnhof absteigen. Dann folgte ein kurzer Asphalthatscher hinunter zur Oker, ehe wir wieder auf einem schönen Steig zum Brockenblick (Daniels 2.Stempel) aufstiegen. Wir lagen unglaublich gut in der Zeit, die Sonne wurde jetzt schon kräftiger.
Die gewonnene Höhe mussten wir jetzt zum Teil wieder beim Abstieg nach Altenau/Schultal einbüßen, doch dann ging es stetig, dem Schneidwasser folgend, bergauf zum Förster-Ludwig-Platz (Daniels 3.Stempel). Hier begann dann auch die für mich interessante Reihe von Geocaches, quasi für mich der Ausgleich, denn vom Stempeln hatte ich von 2008 noch genug :-)
Jetzt waren wir wieder auf dem Hexenstieg, und diesem folgten wir über die Wiege des Dammgrabens zum Magedeburger Weg und schließlich nach Torfhaus. Unterwegs lieferten wir uns ein kleines Wettrennen mit zwei Hexenstiegwanderern. Obwohl wir deutlich schneller waren, holten sie uns wegen der Geocache-Pausen immer wieder ein, das war schon recht unterhaltsam für beide Parteien...
Unterwegs handelte ich mit Daniel eine Wegalternative aus. An der Kreuzung von Goethe- und Kaiserweg folgten wir dem Kaiserweg nach Süden, Dabei gelangten wir in das wunderschöne Gebiet der Hopfensäcke. Am dreieckigen Pfahl folgte Daniels 4.Stempel, dann begann der schweißtreibende Aufstieg zum Brocken, unterbrochen durch drei Geocaches.
Oben gab's die obligatorischen Gipfelfotos und eine lange Einkehr beim Brockenwirt mit Weizenbier und Currywurst-Pommes! Wir hatten mit dem Termin einen Volltreffer gelandet, solche Sommertage mit einer derart guten Aussicht sind sehr selten! Doch irgendwann, Daniel hatte mittlerweile Stempel 5 und 6 (Brockengipfel + Sonderstempel Brockengarten) geholt, ich hatte den Gelben Enzian im Brockengarten bestaunt, mussten wir wieder runter, es war ja auch schon halb vier! Der Abstieg war nicht weiter spektakulär, teilweise sehr heiß und sonnig. Am Eckersprung gab's für Daniel Stempel Nr.7. Es folgte der langweilige Rückweg nach Torfhaus. Die Stimmung war noch ganz gut, obwohl wir bereits knapp dreißig Kilometer hinter uns hatten. Ach ja, Daniels Ausspruch auf dem Brockengipfel, dass die ersten dreißig Kilometer immer die einfachsten seine, werde ich wohl nie vergessen! :-)
Nach der Überquerung der B4 ging es hinunter in die Einsattelung zwischen Torfhaus und Bruchberg, dann folgte der erneut schweißtreibende Aufstieg zur Wolfswarte (Daniels achter Stempel, mein letzter Geocache für den Tag). Ein letztes Mal konnten wir hier den tollen Ausblick über den Westharz genießen, es war immer noch Traumwetter! Eigentlich war uns eher nach Nickerchen auf den aufgeheizten Quarzitfelsen der Wolfswarte, aber es wartete der lange Abstieg über den Butterstieg nach Altenau auf uns. Und jetzt wurde es langsam anstrengender. Beinahe dramatische Szenen spielten sich am Silberbrunnen ab. Ich hatte Daniel einen sprudelnden Quell versprochen, aber wir fanden nur ein tropfendes Rinnsal vor. Unsere Getränkereserven bedurften aber dringender Auffüllung. Zum Glück stellte ich fest, dass das meiste Wasser unterhalb des Quellrohrs in Richtung Mauer zurückfloss. Hielt man hier einen Finger ran, konnte das Wasser auch in Richtung Flasche abfließen, und wir waren gerettet! :-)
Durch das Tal der Kleinen Oker wanderten wir ins Zentrum von Altenau, passierten eine uns wohlbekannte Brauerei und strebten dann der Kirche zu. Wir umrundeten den Glockberg nördlich und gelangten wieder ins Rotenbeektal, wo der Aufstieg über den Bahnhof zum Rothenberg unserer harrte. Hier waren wir bereits bei Kilometer 40, 41 oder irgendwie sowas, und die Gespräche verebbten nun spürbar, da jeder mit sich selbst zu kämpfen hatte. Der Rückweg folgte ab nun auch fast dem Hinweg, allerdings bogen wir nach dem Jägersbleeker Teich zum Hirschler Teich ab (siehe auch google-earth-Kartenausschnitt, Dank an Daniel für's digitale Abzirkeln). Mit Daniel gab's dann noch ein Zielbier bei ihm zuhause, dann musste ich nur noch zum Glückauferhaus zurück. und die Wanderung war auch für mich beendet.



Letzte Änderung : 13-Mrz-2019
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