Startseite
Über Mich
AHP4
Galerie
Sehschlangen
Tourenbuch
Bookmarks
Elektronik
Gästebuch
Bewertung
Geschichten

Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Bayernwanderung Etappe 19: Von Seebruck nach Siegsdorf

Aufbruchszeit7.May 2017, 08:47
Ankunftszeit7.May 2017, 17:27
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitmittel mittel
Länge in km26
Höhendifferenz380
Kartenausschnitthier klicken!
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Nicht auszudenken, wie die heutige Tour bei dem gestrigen Wetter gewesen wäre. Selbst bei Regen war es sehr schön. Aber der Reihe nach... Start kurz vor neun in Seebruck. Durch einen Geocache wurde ich auf die römische Geschichte von Seebruck aufmerksam (römischer Friedhof). Auf der Halbinsel kurz vor Schützing ein krasser Geocache, ein T4 auf einem Leuchtfeuermast. Wie es sich gehört, ganz oben! Kaum war ich wieder unten, kam ein Angler, der kurz grüßte, und dann zu seiner kleinen Insel rüberwatete. Am Chiemseeuferweg machte sich mein rechtes Knie noch mit Schmerzen bemerkbar. In Chieming wurde der Regen dann schlimmer, aber noch ging es ohne Regenjacke. Bei einer großen Eiche kurz vor dem Wald eine Frühstückspause mit Apfel und Okarina. Dann ins einsame Innerlohen. Danach ein wunderschöner Waldweg, der mich nach Tettenmoos führt. Von dort zur prächtigen Kapelle von Brodeich. Mein Track geht weiter südwärts, direkt über eine riesige Gerümpelwiese des Wohnhauses bei der Kapelle mit alten Autos, einem Boot, einem Teddy vom Jahrmarkt und sehr vielem anderen mehr. Nach einer morastigen Schneise am Rande einer Kieskuhle steil auf einen Berg hinauf, dann gleich wieder steil hinab nach Wörglham. Oberhalb dieser kleinen Siedlung eine Überraschung: eine ca. 100 Jahre alte Sommerhütte, frisch mit Löwenzahnketten geschmückt, und das beste: Überdachte Aussicht in Richtung Vachendorf. Hier musste eine lange Pause einfach sein, und die rechte Gelegenheit, die Ritter Sport zu öffnen. Irgendwann ging es dann aber weiter, ich dachte mir, dass ich den weiteren Regen vielleicht beim Postwirt in Vachendorf absitzen könnte. Der Weg dorthin war landschaftlich wunderschön, aber beim Postwirt dann die Ernüchterung: Ein Schild Zua is zeigte, dass die Öffnungszeiten dem Wirt egal waren.
Na gut, dann geht es halt so zur Kapelle St.Georg am Berg hinauf. Der schmale Pfad war nach dem vielen Regen ziemlich aufgeweicht, manchmal bin ich etwas weggerutscht, aber es ging leidlich. Bei immer noch ordentlichem Regen ging es über Daxlberg und Richthausen unter der A8 hindurch. Langsam war es dann gut, die Kilometer der letzten Tage forderten ihren Tribut, und bei der Traunbrücke kehrte ich auf zwei Biere (und mit Akkordeonmusik) beim Forellenwirt ein. In der Pension Bergblick wurde ich sehr freundlich empfangen, und ein tolles Abendessen mit einem unglaublich zarten Jägerschnitzel gab es im Gasthof Edelweiß, nur wenige Meter unterhalb der Pension. Wow, was für ein Tag, und ich war doch froh, dass es heute mal deutlich weniger als 30 Kilometer waren.
Das einzige, was heute wirklich keinen Spaß machte, war das Queren von nassen Wiesen!! Aber: Dünne Hosen, die schnell nass werden, werden auch schnell wieder trocken! Wetteronline hat übrigens die Regenprognose für morgen nach unten korrigiert. Es wird also nur nass und windig statt sehr nass und windig. :-)
Epilog: Ich muss ja sagen, dass bei diesem Streckenabschnitt mehrere Stellen dabei waren, wo ich zu mir selbst sagte: Ja, genau so habe ich mir das Wandern im Chiemgau vorgestellt. Das Gebiet rings um Vachendorf war wirklich sehr schön, kleine Dörfer, Wiesen und Wälder. Auch das Überqueren der A8, das letzte Straßenhindernis vor den Alpen, löste in mir ein gewisses Hochgefühl aus. Na ja, und was meine positive Schlussbemerkung aus dem Wandertagebuch angeht: Da lag ich wirklich gründlich daneben. Es regnete die ganze Nacht und den ganzen nächsten Tag und dann nochmal eine ganze Nacht!!


Letzte Änderung : 26-Dez-2016
Copyright Jens Köhler, Velpke, Steinbruchstraße 1