Startseite
Über Mich
AHP4
Galerie
Sehschlangen
Tourenbuch
Bookmarks
Elektronik
Bewertung
Geschichten

Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Tour auf den Møysalen

Aufbruchszeit14.July 2018, 08:30
Ankunftszeit14.July 2018, 19:30
KategorieBergwanderung Bergwanderung
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km25
Höhendifferenz1500
Kartenausschnitthier klicken!
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Prolog Mittwoch, 11.Juli: Nach Abfahrt am Parkplatz der Jouvasshütte am Galdhøppigen - ich war dran mit Fahren - ging es weiter nordwärts nach Trondheim. Die Stellplatzsuche am Abend war etwas mühsam [zwei Nieten]. Ronald hatte aber einen sehr schönen Platz an einem idyllischen See gefunden, in dem aber leider nicht gebadet werden durfte [Trinkwasserreservoir]. :-(
Unterwegs großartige Durchfahrt durch den Rondane-Nationalpark!
Donnerstag, 12.Juli: Lange Fahretappe von Trondheim bis kurz vor den Polarkreis. Kulturpause in Trondheim, wo wir einen ca. einstündigen Stadtbummel unternahmen, Die Kathedrale war wirklich überwältigend schön. Am frühen Nachmittag Pause an einem großen See. Springen alle ins Wasser, etwas Körperpflege brauchten wir alle. Abends Stellplatz an einem sehr einsamen Bahnhof der Nordlandbahn gefunden.
Freitag, 13.Juli: Letzte lange Etappe vor den Lofoten: Ich war mit Fahren an der Reihe, nach halbstündiger Fahrt Pause direkt am Polarkreis bei wunderschönem Wetter. Weiter zur Fähre nach Lødingen. Fähre kostet 800 Kronen und braucht für die Fahrt ca. eine Stunde. Unterwegs viele Landschaftseindrücke. Holger findet in [Ronalds] Rother-Wanderführer die schwarze Tour Nr. 40 zum Møysalen, mit 1260m einem der höchsten Lofotengipfel. Hierzu musste ich nur noch bis Kaljord fahren, einem weltentrückten Ort am Rande des Nationalparks rund um den Møysalen. Am Ende der Fahrt musste wir dann wieder etwas am Wohnmobil reparieren. Die Scheibe der Beifahrertür hatte sich nach unten verabschiedet. Die Innenverkleidung der Tür bekamen wir nur durch einen Torx-Schrauber ab, Holger konnte zum Glück von einem Anwohner neben dem Fähranleger Werkzeug ausleihen. Epilog Ende
Samstag, 14.Juli: Der Wetterbericht sagte stabiles Wetter voraus, aber Kaljord war unter einer stabilen Hochnebeldecke versteckt. Am Fähranleger starteten wir zunächst auf einem Feldweg. Bereits dort konnten wir die üppig wuchernde Flora bestaunen. Es wurde aber noch viel besser, als wir auf den schmalen Pfad wechselten, der am ost- und nordseitigen Ufer des Fjords durch ein herrliches Gebiet verlief. Mehrmals querten wir altes Almgelände, und am Ende erreichten wir den Hof Gammelgården. In der Nähe begann ein alter Schienenweg zu einer ehem. Erzgrube, dem wir nun problemlos folgen konnten. Unzählige, teils seltene Pflanzen, säumten den Wegesrand. So, 10km gelaufen, aberr erst 100m Höhe erreicht: das versprach für die restlichen 3km und 1160Hm sehr viel Spaß! Zunächst steil bergauf zur Scharte Memaraskaret auf 500m. Dort trafen wir eine ca. 20-köpfige Wandergruppe des Nationalparks, die es sich leicht gemacht hatten und mit dem Boot bis zum Fjordende gebracht worden waren. Steil ging es weiter bergan, wir gerieten in die Wolken. Ab 1000m war ab und zu schon die Sonne zu erahnen, aber erst auf 1150m geschah das Wunder: Wir durchstießen die Wolkendecke!! Es eröffnete sich uns ein großartiges Firnplateau unter einem makellosen blauen Himmel! Nur ein einziger Gipfel südwestlich von uns ragte noch aus dem Wolkenmeer. Wie herrlich! Nach einer knapp einstündigen Pause traten wir den Rückweg an. Auf ca. 1100m Höhe dann ein langwieriger Verhauer von Gerhild, Holger und Ronald. Ich hatte den korrekten Weg gefunden, konnte aber auch durch Rufen die drei nicht mehr zurückholen, die in Richtung Abgrund im Nebel verschwunden waren. Mit mulmigem Gefühl setzte ich einen Wegpunkt auf dem Garmin (für alle Fälle!) und stieg ab bis zu einem geeigneten Punkt zum Warten. Es dauerte eine Weile, dann hörte ich die drei wieder. Es dauerte aber noch zehn Minuten, bis sie aus dem Nebel auftauchten. Eigenartig war das schon, wieviele Geräusche aus dem Nebel an mein Ohr drangen, und wie lange es dann doch dauerte bis zum Wiedersehen.
Bis zum ehem. Bergwerk mussten wir uns bei den vielen rutschigen Passagen extrem konzentrieren. Am Ende des alten Lorenwegs eine lange Pause am Fjord, wo ich die letzten Proviantreste verzehrte. Bei Erreichen des Wohnmobils waren wir nach 26km und fast 1600 Hm doch etwas platt, aber wir setzten das Wohnmobil noch kurz um, denn am Fähranleger wurde es doch schon recht voll.


Letzte Änderung : 26-Dez-2016
Copyright Jens Köhler, Velpke, Steinbruchstraße 1