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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Von Eck über viele Gipfel zur Chamer Hütte

Aufbruchszeit3.February 2017, 09:30
Ankunftszeit3.February 2017, 17:13
KategorieSchneeschuhtour Schneeschuhtour
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km14
Höhendifferenz850
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Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Am Vorabend hatte ich diesen Abschnitt unserer viertägigen Schneeschuhtour als Königsetappe bezeichnet. Heute stellte sich heraus, dass dies wahrlich keine Übertreibung war. Insgesamt neun Gipfel unterschiedlicher Höhe und Dominanz mussten heute überschritten werden. Erfreulich war, dass wir diese Tour heute im kompletten Team (Kathrin, Karin, Birgit, Peter, Ronny, Ronald, Thomas und ich) angingen. Nach dem Frühstück trafen wir uns am Rande einer Wiese vor dem Gasthof und konnten gleich die Schneeschuhe anlegen. Eine Schneeschuhspur folgte gleich dem Gradienten und gewann in kurzer Zeit die Anhöhe der Stanze, dem westlichen Ausläufer des 1080m hohen Mühlriegels. Der Mühlriegel war dann der erste richtige Gipfel mit einem tollen Felsplateau und dazugehörigem Gipfelkreuz. Peter öffete den Rucksack und holte einen Quadrokopter heraus, mit der er uns gleich einmal aus der Vogelperspektive filmte und fotografierte. Das werden bestimmt tolle Aufnahmen! Die Aussicht war auch hervorragend und reichte wieder bis zu den Alpen. Die Donauebene war mit Hochnebel bedeckt. Nach dem Mühlriegel kurze wegtechnische Entspannung, dann kam mit dem 1152 hohen Ödriegel gleich der nächste Gipfel, der auf steilem Pfad erklommen werden wollte. Am höchsten Punkt standen drei sehr eigennartige Felsriegel, von denen der höchste sogar mit Schneeschuhen bestiegen werden konnte. Hinter diesen Felsen öffnete sich der Wald, und die Landschaft zeigte sich in all ihrer Schönheit. Langsam ansteigend ging es weiter ostwärts zum Waldwiesenmarterl. Dort fanden wir eine Schutzhütte vor, die wir dankbar für eine Pause nutzte. Nun drehte der Gebirgskamm in Richtung Südost, und mit dem Hangenden Riegel (1183m) war ein kleiner Hügel zu erklimmen. Es folgte dann der schwerste Anstieg des heutigen Tages, das felsendurchsetzte Schwarzeck. Das Schwarzeck hat zwei Aussichtspunkte, und insbesondere der nördliche kann wirklich nur als großartig bezeichnet werden. Aus einer Höhe von 1236 kann der gesamte Lamer Winkel überblickt werden. Die gewonnene Höhe musste aber gleich wieder vernichtet werden, es ging hinunter zum knapp 1100m hohen Reischflecksattel. Hier noch einmal kurze Verschnaufpause in einer Schutzhütte, dann ging es in einer langen Steigung hinauf zum 1262m hohen Heugstatt. Auch hier war die Aussicht prächtig. Kurze Verschaufpause, dann wieder ein kleiner Abstieg, und erneuter Aufstieg zum 1267 Meter hohen Enzian. Peter musste nun schon fast die letzten Kraftreserven aufbieten, denn noch ein Gipfel musste überschritten werden: Der 1384m hohe Kleine Arber! Zunächst ging es aber wieder hinunter in eine kleine Scharte (1200m), d.h. der Schlussanstieg zum Kleinen Arber betrug fast 200 Meter! Das schlimme war, dass die Steigung schlimmer wurde, je näher man dem Gipfel kam. Es dauerte eine Weile, bis alle den Gipfelfelsen erreichten, aber belohnt wurden wir von einem tollen Lichtspektakel, als die Spätnachmittagssonne mit orangem Licht nebelgefüllte Täler illuminierte. Erleichtert war vor allem Peter, als er erfuhr, dass die Chamer Hütte nicht mehr weit sei. Wir mussten nur zehn Minuten absteigen, und waren am Ziel der heutigen Etappe. Etwas erschwert und psychologisch ungünstig wirkten sich am Ende der Tour übrigens einige Wegweise aus, die ständig andere Distanzen zur Hütte anzeigten. In der Hütte bekamen wir ein tolles Achtbettlager zugeteilt und konnten einen schönen, wenn auch wegen zweier Schulklassen sehr lauten Hüttenabend verbringen.


Letzte Änderung : 26-Dez-2016
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