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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Harzrandweg von Goslar nach Wernigerode

Aufbruchszeit25.May 2017, 10:00
Ankunftszeit25.May 2017, 16:30
KategorieRadtour
Schwierigkeitmittel mittel
Länge in km42
Höhendifferenz630
Kartenausschnitthier klicken!
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Vatertag und schönes Wetter, das schreit nach einer Unternehmung! Mit Karin habe ich mich spontan zu einer Radtour auf dem Harzrandweg entschieden, und zwar für das Teilstück von Goslar nach Wernigerode. Angenehmer Nebeneffekt dieser Streckenwahl: Wir hatten überwiegend Seiten- oder Rückenwind, was bei den vielen Steigungen dieser Strecke sicher nicht das Schlechteste war.
Mit dem Auto und den Rädern auf dem Dach ging es zunächst zum Bahnhof Wernigerode. Im Wohngebiet fanden wir einen guten Parkplatz, in fünf Minuten waren wir am Gleis 1 und konnten die Fahrkarten (inklusive Radbeförderungskarte pro Person 15 EUR) lösen, die von der heute sehr genervten Schaffnerin aber gar nicht kontrolliert wurde. Am Bahnhof Wernigerode ging es zu wie in einem Taubenschlag! Der Zug kam mit etwas Verspätung an, ca. 100 Personen stiegen aus, im Anschluss stiegen ca. 120 Personen zu, darunter wir und sieben andere Reisende, die mit dem Rad nach Ilsenburg wollten, aber nicht mehr in den Zug passten und von der Schaffnerin wieder hinauskomplimentiert wurden. Puh, da haben wir ja nochmal Glück gehabt. Die Fahrt nach Goslar war dann ganz nett, und nachdem wir in Goslar die Räder einmal die Treppe runter und wieder rauf gewuchtet hatten, standen wir am Bahnhofsvorplatz, und es konnte losgehen. Zunächst radelten wir durch einige verwinkelte Gassen der Goslarer Altstadt, um den Nonnenweg und damit den Anfang des Herzberger Tales zu erreichen. Nun hieß es Runterschalten, denn der Rammelsberg musste erklommen werden, der Harzrandweg führte hinauf bis zum Parkplatz am Maltermeisterturm. Dafür konnten wir eine schöne Aussicht genießen. Das Wetter war noch etwas kühl, die hochnebelartige Bewölkung sperrte die Sonne noch aus. An den Rammelsbergwiesen angekommen, folgte eine schöne Abfahrt hinunter zum Bollrich. Die Horizontalstrecke zum Forsthaus Ammental war dann wieder schön gemütlich, ehe eine rabiate und manchmal auch matschig-nasse Abfahrt nach Oker folgte. Unten angekommen querten wir die B498 und radelten im Anschluss durch den ältesten Teil des Städtchens Oker, wo es tatsächlich viele kleine Fachwerkhäuser gibt. Bei Erreichen der B6 dann der nächste Klopper, ein langer Anstieg am Nordrand des Adenbergs. Karin entschied sich hier, zu schieben, die Länge der Steigung war zuviel für sie. Irgendwann war das aber geschafft, und auf ebenen Wegen radelten wir zum Cafe Goldberg.
Die Pause war wohlverdient, aber etwas gestört durch die erste Vatertagstruppe, die lautstark in den Biergarten Einzug hielt. Zum Glück drehten sie ihren Ghettoblaster in der Lautstärke runter, so dass es doch noch eine gemütliche Einkehr wurde. Als die Truppe die Biere erhielt, ist beim gemeinsamen Anstoßen doch glatt ein Glas zu Bruch gegangen. Da wollte der Nachbartisch mit den Herrschaften im mittleren Alter nachziehen, und beim Lockern des verkrusteten Zuckers zerbrach der Zuckerstreuer. Die Bedienung hatte jedenfalls genug zu tun. Während unserer Pause kam die Sonne raus, und so langsam wurde es so warm wie angesagt. Nach der Pause folgte eine lange Abfahrt durch das Gelände der Pferderennbahn in den Bad Harzburger Ortsteil Schlewecke. Kurze Pause an einer Ampel, dann weitere Abfahrt durch den Ort. In Schlewecke lockte ein Spanferkelstand, doch wir blieben standhaft und verweigerten den Imbiss. Stattdessen erreichten wir Westerode, und nun kamen wir in das wunderschöne Wiesengelände nördlich des Butterbergs. Nachdem wir die alte Eisenbahnstrecke Bad Harzburg-Eckertal hinter uns gelassen hatten, kam ein überraschend zähes Steigungsstück zum Wolfsstein, dem Kattenbach folgend. Dann wurde der Weg wieder flacher, und bei einer Bank machten wir erst einmal eine längere Pause. Über den Ilsenburger Stieg ging es dann auf einer breiten Schotterstraße durch schattigen Buchenwald wie im Fluge hinunter ins Eckertal. Dort lockte das Waldcafe, und in der gut besuchten Gaststätte schlürften wir ein kleines Bier (Jungbornbier!), ehe es aus dem Eckertal hinaus ging. Erneut musste eine kleine Steigung bewältigt werden (die eher unscheinbare Wasserscheide zwischen Ecker und Ilse), ehe es wieder locker bergab nach Ilsenburg ging. Im Ort angekommen merkten wir plötzlich, dass es ganz schön heiß geworden ist. In einem kleinen Bogen ging es hinein in das Ilsetal, südlich des Klosters. Nun fing der Abschnitt der Strecke an, der leider schlecht beschildert war, und an der Blochhauerbrücke entschieden wir uns irgendwie für den falschen Weg, mussten einmal korrigieren und am Ende über Stufen das Rad zum Kloster empor schieben. Hinter dem Kloster ging es wieder in den schönen Buchenwald hinein, es ging aber auch wieder steiler bergauf. Die schöne Aussichtsbank oberhalb von Drübeck, die Karin schon kannte, haben wir aufgrund ungünstiger Wegewahl irgendwie verpasst. Kurz vor Öhrenfeld wurden die Wege sehr interessant und fahrerisch auch relativ anspruchsvoll. Fast hätten wir uns für einen falschen Weg entschieden, der steil bergauf in die falsche Richtung führten. Wir fanden dann aber einen Weg, der uns an den Südrand von Darlingerode führte. Am Rande einer schönen Wiese noch eine kurze Pause, bei der wir unseren letzten Proviant verzehrten. Dann folgte der Schluss mit abermals langem Aufstieg zur Himmelspforte. Es war etwas tricky, weil die Wege stark von den letzten Regenfällen ausgewaschen waren, aber irgendwann waren wir dann oben an der Himmelspforte, der Wasserscheide zwischen Weser und Elbe, womit die Himmelspforte das Nordharzer Pendant zur Südharzer Hohen Tür darstellt. Es folgte eine schöne lange Abfahrt ins Tal der Holtemme. Die letzten Meter zum Auto ging es durch die Wernigeröder Innnenstadt, wo bei dem Wetter sehr viel Publikumsverkehr herrschte. Die Wernigeröder Jagdkorporationen hatten ihre Verbandstagung, und so trafen wir vor dem Rathaus viele bunte Mützen.
Nach 42km erreichten wir wieder mein Auto, und auf dem Rückweg machten wir noch einen kulinarischen Zwischenstopp bei Richies Grill am Bahnhof Jerxheim, wo ein fantastischer BBQ-Burger den Weg in meinen Magen fand. ;-)
In Helmstedt angekommen gab es dann noch einen kleinen Cocktail bei Karin auf der Terrasse, dann war es aber auch Zeit, nach Hause zu kommen.


Letzte Änderung : 26-Dez-2016
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