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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour HTG-Teichwanderung bei Wildemann

Aufbruchszeit30.July 2017, 09:55
Ankunftszeit30.July 2017, 19:00
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitmittel mittel
Länge in km27
Höhendifferenz480
Kartenausschnitthier klicken!
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

An einem schwülwarmen Spätjulitag trafen sich 16 Mitglieder der Hochtourengruppe zu einer Teich- und Badewanderung bei Wildemann am ehemaligen Kurhaus. Wer war mit dabei? Rainer und Tina, Hanh und Simon, Holger, Stefan, Uli, Volker, Manfred, Helga, Kathrin, Werner, Sylvia, Anni, Petra und ich.(Wow, niemanden vergessen!)
Die Anreise war schon ein kleines Abenteuer. Wenige Tage zuvor war Regentief Alfred über Südniedersachsen hergefallen und hatte ungeheure Regenmengen abgeladen. Hochwasser in allen Harzorten war die Folge. In den Medien waren Goslar und Bad Harzburg tagelang präsent, und die B241 von Goslar nach Clausthal wurde erst am Samstag wieder freigegeben, da die Gose an der unteren Glockenbergkehre die Fahrbahn unterspült hatte und die Straße erst gesichert werden musste (zwei halbseitige Sperrungen). Als wir durch Goslar fuhren, war ab der Rammelsbergstraße überall zu sehen, wie hoch das Wasser gestanden haben muss. Vor vielen Häusern standen Möbel, die aus den Kellern geräumt wurden. Da die Straße von Lautenthal nach Wildemann gesperrt war (eine ganz normale Brückenbaustelle, die mit dem Hochwasser nichts zu tun hatte), fuhren wir die Nebennebenstrecke von Bockswiese nach Wildemann. Holger hatte auf der größtenteils geschotterten Straße viel Spaß. ;-)
Um kurz vor zehn waren dann alle da, und wir konnten starten. Zunächst wanderten wir ins Spiegeltal. Hinter dem Freibad, wo der Wanderweg direkt neben dem Spiegeltaler Bach verlief, konnten wir eindrucksvolle Hochwasserschäden sehen: Die Strömung hat sich teilweise einen halben Meter tief in den Wanderweg hineingefräst, tiefe Seen mit klarem Wasser blieben zurück. Ungefähr so muss einmal - nur in etwas größeren Maßstäben - der Königssee entstanden sein!
Der Weg war sehr abwechslungsreich, und immer weiter ging es bergauf bis zum Großen Kellerhalsteich. Auf dem zugewachsenen Damm wollte ich keine Bananenpause machen, und so ging es dann weiter zum Zankwieser Teich. Eine ehemaliger Arbeitskollege hatte mir eine Geschichte seines ehemaligen Chefs erzählt, der mal am Zankwieser Teich merkwürdige Leute getroffen hätte. Und tatsächlich, es waren nackte Menschen hinter den Büschen zu sehen, und es war durchaus möglich, dass so manche Person vom anderen Ufer auch vom anderen Ufer war. ;-)
Nun ja, nach der Bananenpause (nee, jetzt gibt's kein Wortspiel!) am Zankwieser Teich setzten wir die Wanderung fort. Vorbei am Kiefhölzer Teich wanderten wir in Richtung Landstraße Schulenberg-Zellerfeld und überquerten diese. Nun kam der rustikale Mittelteil der Wanderung, ich habe schließlich einen Ruf zu verlieren. Auf holperigen Schneisen ging es hinab ins Obere Hasental. Nach einem steilen Hang, den wir absteigen, kam aber nicht der erhoffte, bequeme Pfad, sondern ein mit Reisig für den Harvester zugeworfener, dazu noch morastiger Wegabschnitt. Erst dann erreichten wir eine bequeme Fahrstraße. Am Treffpunkt von Lange und Mönchstaler Bach machten wir in einer Schutzhütte eine Mittagspause. Danach ging es steil bei heftiger Mittagshitze hinauf zum Langer Teich und durch ebenen Wald weiter zu Oberem und Unterem Haus Herzberger Teich. Wir passierten das Kinderheim Voigtslust, ehe wir den Oberen Eschenbacher Teich erreichten. Danach ging es in bewohntes Gebiet, genannt Zellerfeld. Nach der steinernen Zellerfelder Kirche machten wir eine Eis- und Alsterpause am Minigolfplatz, die von den meisten freudig befürwortet wurde. Langsam kamen die ersten Wünsche auf, nun endlich mal baden zu gehen. Durch den Kurpark, vorbei am Ringer Zechenhaus, auf der Sommerloipe wanderten wir zum Hüttenteich. Aber immer noch kein Bad, durch den dichten Wald zu Unterem und dem Oberen Einersberger Teich. Ja, und dort machten wir dann die von allen ersehnte Badepause. Herrlich kühles Wasser erwartete uns, und ca. die Hälfte der Teilnehmer sprang hinein. Manfred schwamm sogar komplett hin und zurück.
Nachdem alle wieder trocken und angezogen waren, wanderten wir die letzten Meter zum unscheinbaren Einersberg hinauf, entlang dem Creativ-Art-Pfad. Am Ende des Pfades kurze Querwaldeinpassage, dann überquerten wir die immer wieder wunderschönen Johanneser-Wiesen. Am Ende zur Julia-Quelle, an der Bettelwiese vorbei und hinauf zur Prinzenlaube. Dort hat sich das Landschaftsbild ziemlich geändert, weil ein Teil des Gipfels nun annähernd baumfrei ist. Dann Abstieg über den Ernst-August-Steig. Nach dem Steig kurze Abstimmung und Gruppentrennung. Zwei Fahrzeugbesatzung stiegen auf dem kürzesten Weg zum Kurhaus ab, während Holger, Kathrin, Stefan und ich noch einen kleinen Umweg zu den Drei Birken und zum Gallenberg machten. Auf etwas unorthodoxem Weg erreichten wir das südliche Tunnelportal und besuchten ein Geocaching-Event, dessen Highlight die Besichtigung des Eisenbahntunnels der ehemaligen Oberharzer Eisenbahn war. Holger, Kathrin und ich wanderten die 280m Tunnelstrecke einmal ab, das war schon sehr beeindruckend, und erfreulich kühl! Vom Cacheowner erhielten wir dann noch ein Kaltgetränk und eine sehr leckere Bratwurst, und dann mussten wir auch schon wieder los (es war mittlerweile halb sieben!). Über den immer wieder wunderschönen Halbe-Höhe-Weg wanderten wir zurück ins Spiegeltal und traten gemeinsam die Rückfahrt nach Braunschweig an.


Letzte Änderung : 26-Dez-2016
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