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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Geigenkamm: Über die sechs Jöcher

Aufbruchszeit7.September 2017, 07:23
Ankunftszeit7.September 2017, 16:15
KategorieBergwanderung Bergwanderung
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km13
Höhendifferenz1120
Kartenausschnitthier klicken!
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Ui, das war die erste Nacht in dieser Urlaubswoche, die ich so richtig gut geschlafen habe. Für diesen Tourentag über die sechs Jöcher also die ideale Voraussetzung. Wir standen um sechs Uhr auf, frühstückten mit Manfred in der Gaststube, und brachen um kurz vor halb sieben auf. Vorher hatten wir noch ein Gruppenfoto vor der Hütte gemacht, und es war schon ein wehmütiger Moment, als wir uns von Manfred, Helga, Christine, Birgit und Jaime trennten und in den trüben Nebel, der über dem Hauersee unter der Luibisscharte hing, aufstiegen. Nach einer halben Stunde hatten wir unser Tempo gefunden, und wir erreichten problemlos die Luibisscharte in 2914m Höhe. Lediglich die letzten 200 Meter mussten horizontal gespurt werden, was Ronald in vorbildlicher Weise übernahm. Hinter der Scharte ging es dann recht steil hinab, so wie dies auch in Klaus Tourenbericht aus dem Jahr 1999 vermerkt war. Linkerhand in den Felswänden waren allerdings Ketten gespannt, die den Abstieg wesentlich erleichterten. Dann öffnete sich das Gelände, und wir erreichten eine gigantische Blockgeröllhalde, die sich bis zum Sandjoch in einem Kilometer Entfernung erstreckte: Das war unsere Schlüsselstelle! Auf einer Höhe von 2750 Meter lang westlich des Geigenkamms noch sehr viel Altschnee, Regen und Sonne hatten hier in den letzten Tagen noch nicht viel ausgerichtet, und ich übernahm den ersten Teil der Spurarbeit. Viele Flüche hallten über die Schneefläche an diesem Morgen, das kann man für die Chronisten eindeutig festhalten. Es war so unglaublich anstrengend! Mehrmals kam es vor, dass ich z.B. mit dem linken Fuß einen guten Tritt erwischt hatte und ich direkt daneben mit dem Skistock Halt finden wollte, aber ins Leere stach und dann beinahe vornüber fiel! Kathrin dürfte auch auf ihre Kosten gekommen sein, mehrmals lag sie wie ein Käfer auf dem Rücken und brauchte Hilfe beim Aufstehen. Nach anderthalb Stunden war der Spuk aber dann vorbei, Ronald übernahm die Spurarbeit die letzten 100 Hm hinauf zum Sandjoch, und als wir am Sandjoch die nächsten Wegabschnitte sahen, wussten wir, dass wir es schaffen würden. Das war ein wirklich schönes Gefühl! Nach kurzer Pause stiegen wir bequem in eine Mulde auf ca. 2600m hinab, ein kleiner See glänzte dort im noch zaghaften Sonnenlicht, den nächsten Aufstieg zur Scharte am Jochkogel übernahm ich, es ließ sich ohne Blockgeröll fantastisch spuren! Oben trafen wir einen einsamen Wanderer, der von der Breitlehn-Alm kam und zum Luibiskogel wollte, aber bei dem Anblick des Sandjochs beschloss er, die Tour doch besser abzubrechen. Wir hatten nun einen deutlich entspannteren Abschnitt vor uns, wir stiegen zum Breitlehnjöchl ab und querten nach Südwest an den Fuß des Kapuzinerjochs. Uff, und das war noch einmal ein gewaltiger Schinder, der Weg war sehr steil und zog am Ende durch Felsen mit Ketten in die Scharte hinauf. Ralf, Ronald, Kathrin und ich verschnauften hier, Holger war dagegen schon im gelbroten Lastbereich und beschloss daher, auf eine Pause zu verzichten und Richtung Gahwinden weiterzuwandern. Nach der Pause holten wir ihn kurz vor den letzten Kehren wieder ein. Oben dann eine große Überraschung: Helga, Monika und Helmut aus der Sektion waren am Aussichtspunkt. Sigbert hatte mit ihnen eine Testwanderung zur Rüsselsheimer Hütte unternommen, und die drei hatten die Wanderung kurzerhand bis Gahwinden verlängert. Wir fünf waren nun auch froh, das letzte Joch erklommen zu haben, und wir brauchten nun nur zur Hütte absteigen. Dort genossen wir mit einem Bier die letzten Sonnenstrahlen vor der Hütte, ließen Stiefel und Socken etwas in der Sonne trocknen (ein nutzloses Unterfangen!) und schauten erfreut den beiden schwarzen Hunden beim Balgen und Spielen zu!
Na ja, und wer den Plan der Tourenwoche kennt, der wird wissen, dass am Abend wieder überlegt wurde, was man am nächsten Tag unternehmen könne. Um es kurz zu machen: Birgit und ich wollten den Mainzer Höhenweg wagen. Wir legten uns daher eine Taktik bezüglich Zeitaufwand und Umkehrpunkt zurecht und wollten so früh wie möglich starten. Alles weitere ist bei der Tourenbeschreibung des Folgetags zu lesen!


Letzte Änderung : 26-Dez-2016
Copyright Jens Köhler, Velpke, Steinbruchstraße 1