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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Abendliches Strand-Lava-Trekking bei Reykjanesviti

Aufbruchszeit28.June 2019, 20:13
Ankunftszeit28.June 2019, 21:35
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitleicht leicht
Länge in km4
Höhendifferenz30
Kartenausschnitthier klicken!
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Nachdem die letzte Islandfahrt (Westfjorde 2016) schon drei Jahre zurück lag, wurde es wieder höchste Zeit für eine Islandreise. Dieses Mal wollte ich mal eine richtige Trekkingtour unternehmen, und Ideenlieferant war die Seite isafold.de von Dieter Graser. Dort war eine Mehrtagestour auf dem Reykjavegur auf der Halbinsel Reykjanes beschrieben.
Die initiale Tourenplanung sah vor, am Leuchtturm Reykjanesviti zu starten und über žorbjörn, Bratthįls, Djupavatn, Kaldįrsel, Blįfell und Innstidalur zum Südzipfel des žingvallavatns zu wandern. Von dort sollte es dann mit einem Taxi zu Julia nach Selfoss gehen, und nach zwei Übernachtungen sollte uns das Airportaxi nach dem Frühstück zum Flughafen Keflavik bringen. Die Flüge hatten wir schon im Januar gebucht, im Mai bekamen wir überraschend eine Nachricht von Iceland Air, dass unser Hinflug später und unser Rückflug früher sei. Damit war dann die zweite Übernachtung bei Julia eigentlich passé, denn wir hätten bei Julia um vier Uhr morgens abgeholt werden müssen. Also disponierten wir um. Die letzte Etappe von Innstidalur zum žingvallavatn wurde durch eine Tour nach Hveragerši durch das Reykjadalur mit dem heißen Badefluss ersetzt. Dann hatte ich für uns eine sehr elegante Lösung für den Mietwagen gefunden: Anstatt nach Reykjavik mit dem Bus zu fahren und mit dem Mietwagen zurück, fand ich über guenstiger-mietwagen.de ein Mietauto im zu Hveragerši benachbarten Hafenort žorlakshöfn. Mit dem Mietwagen könnten wir dann zu Julia, dort übernachten und am nächsten Tag etwas vom Goldenen Zirkel abgrasen und vor der Rückfahrt nach Reykjavik sogar noch die Bergtour auf den 815m hohen Skeggi, dem höchsten Gipfel im Hengill-Vulkangebirge.
Wer war denn mit dabei, wer hat sich auf diese gewagte Tour eingelassen: Anette, Richie, Holger und Ronald kamen mit. Am 28.Juni trafen wir uns um 12:00 Uhr bei Holger bei Gifhorn, über Lüneburg ging es nach Hamburg. Ich persönlich war heilfroh, als wir das Maschener Kreuz ohne Stau erreichten. Durch den Hamburger Verkehr wühlten wir uns dann teilweise sehr zäh bis in das Wohngebiet neben dem Flughafen HAM, wo wir letztes Mal noch geparkt haben. Das Fahrzeug war gerade abgestellt, als wir an vielen Fahrzeugen Tickets unterm Scheibenwischer sahen. Ein Anwohner bestätigte auch schnell unseren Verdacht: Dieses Viertel war jetzt auch für Auswärtige zum Parken gesperrt, zunächst würden nur Tickets verteilt, aber in naher Zukunft droht auswärtigen Fahrzeugen auch das Abschleppen. Wir fuhren also dann doch zum Flughafenparkhaus, wählten uns aber zunächst das falsch, weil zu teure aus. Ja, wir hatten uns im Vorfeld eben nicht schlau gemacht. Am Ende fanden wir aber das Parkhaus P8 mit Holiday-Tarif, 10 EUR pro Tag. Dann folgte noch etwas Drama: Der Shuttle-Bus fährt dreimal die Stunde. Als wir das Parkhaus verließen, fuhr er uns vor der Nase weg! Mit dem Check-In würde es knapp werden, wir hatten ja mit dem Wohngebiet und dem falschen Parkhaus wertvolle Zeit vertändelt. Aber es ging noch einmal gut, und um 16:15 Uhr checkten wir ein. Der Flug war dann ereignislos, und wir erreichten Keflavik, mussten aber etwas lange auf unser Gepäck warten, da uns nicht bewusst war, dass es eine Extra-Ausgabe für das Sperrgepäck gab. Dann kam uns auch noch Ronald abhanden, der an unserem Taxifahrer in der Empfangshalle vorbei lief. Aber der Fahrer des Taxis war sehr entspannt und brachte uns ohne zu mosern nach Reykjanesviti. Unterwegs erzählte er uns noch ein paar Geschichten von der felsigen Küste, wo die Geister von Schiffbrüchigen ihr Unwesen trieben. Außerdem laste ein Fluch auf dem Leuchtturm, jedenfalls belegte er das mit der Erzählung, dass der Leuchtturmwärter mit seiner Frau 14 Kinder hatte, davon 13 Mädchen. Unterwegs regnete es, aber ab Erreichen von Reykjanesviti war es trocken. Der Taxifahrer verabschiedete sich, und dann waren wir auf uns gestellt. Da das Wetter noch sehr angenehm war, beschlossen wir, nicht am Leuchtturm zu zelten, sondern dem Samstag schon ein paar Kilometer zu klauen. Es ging in die Lavafelder nach Nordwesten, dann nordwärts in Richtung Fischfabrik an der Mölvik-Bucht. Ca. einen Kilometer hinter der Fischfabrik fanden wir am Strand eine schöne Fläche für unsere drei Zelte. 40 Meter von der Brandung entfernt verbrachten wir die Nacht. Es gab einen sehr schönen Sonnenuntergang, und für mein selbsttragendes Zelt war es ein schöner Platz. Holger und Ronald hatten allerdings im schwarzen Sand Probleme, ihre kleinen Zelte vernünftig abzuspannen. Und so ging es in die erste Nacht.


Letzte Änderung : 13-Mrz-2019
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