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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Harzer Hexentrail 2019

Aufbruchszeit24.August 2019, 06:00
Ankunftszeit24.August 2019, 19:30
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitschwer schwer
Länge in km61
Höhendifferenz1200
Kartenausschnitthier klicken!
Streckenprofilhier klicken!

Weitere Einzelheiten zur Tour

Nach 8 Jahren war das Team Alpinaffen wieder bei einem Trailwalk dabei. In Osterode hat sich als Nachfolgeveranstaltung des Oxfam Trailwalkers der Harzer Hexentrail etabliert, allerdings mit einer Verkürzung der Strecke auf 60km. Hatte das Team Alpinaffen 2011 für die 100 Kilometer ganze 30 Stunden Zeit, so war das Zeitlimit für die 60km mit 15 Stunden um einiges sportlicher. Wer war dabei? Petra, Peter G., Silke sowie Ralf und Karina hatten sich bereits Ende 2018 dafür gemeldet. Die Nacht vor der Veranstaltung verbrachten wir auf dem Zeltplatz Eulenburg im Sösetal. Am Freitagabend gab es zudem noch die Anmeldung in der Osteröder Stadthalle und die Pasta-Party. Bei der Anmeldung erfuhren wir dann noch, dass die Busse am Samstagmorgen 15 Minuten eher als vorher angekündigt abfuhren werden. Also noch einmal etwas früher aufstehen.
Samstag, 03:50 Uhr: Der Wecker klingelt. Relativ schlecht geschlafen. Schale Müsli verzehrt, von Peter habe ich Mokkapulver für einen leckeren Kaffee bekommen. Um 04:45 Uhr Abfahrt zur Stadthalle, denn um 05:00 Uhr sollten die Busse abfahren. Die Fahrt war recht ereignislos, um ca. 05:30 Uhr waren wir am Marktplatz in Bad Grund. Dort gab es erfreulicherweise einen Stand der Helfer mit frischem Kaffee. Wir nahmen uns dort gleich einen Becher mit, denn vom Team wob-trail erfuhren wir, dass an den Checkpoints keine Wegwerfbecher ausgegeben würden, um das Müllaufkommen zu reduzieren. Aus diesem Grunde wurden beim Streckenbriefing am Vorabend auch Gummibecher ausgeteilt. Wir haben das Briefing jedoch ausfallen lassen und haben lieber im Freien am Brunnen ein Kaltgetränk zu uns genommen. :-)
Aber zurück nach Bad Grund: Startschuss war pünktlich um sechs, und ca. 200 Personen setzten sich in Gang, um zum Iberg aufzusteigen. Wir schlugen uns zu Anfang ganz gut, vor allem machte uns die Steigung nicht allzuviel aus. Als wir aber kurz vor dem Gallenberg bei Wildemann geschlossen Wasser abschlagen mussten, konnten viele Teams an uns vorbeiziehen. Der Gallenberg am frühen Morgen bei der aufgehenden Sonne war ein tolles Highlight, erinnerte uns aber auch daran, dass ein heißer Tag angesagt war. Bis nach Lautenthal hatten wir aber noch Schatten. Nach der Durchquerung von Wildemann stiegen wir recht steil zum Hüttenberg auf, dann folgte ein längerer flacher Abschnitt. Oberhalb vom Hüttschenthal ging es nach Lautenthal, am Ende an einem alten Wassergraben des Bergbaus entlang. Die letzten Meter zum Maaßener Gaipel mussten wir dann etwas beißen, und die Pause nach ca. 13 Kilometern war mehr als verdient.
Nach der Pause Fortsetzung des steilen Aufstiegs auf den Kranichberg. Auf einem Abschnitt musste das Orga-Team etwas Aufräumen, die Baumschubser hatten ganze Arbeit geleistet (ich sage nur: Cachergerippe!) Oben dann die ersten Passagen in der wärmer werdenden Sonne, dann aber ein schöner Abstieg zum Grumbacher Teich, Überquerung des Deichdamms. Danach ging es auf schattigen Wegen zum nächsten Checkpoint am Kuttelbacher Teich. Dort gab es fast keine Sitzgelegenheiten, daher haben wir die Pause auch kurz gehalten. Nun folgte ein langer flacher Abschnitt nach Hahnenklee. Besonders Ralf erhöhte das Tempo, und so ging es um den Hahnenkleeberg nördlich herum nach Hahnenklee daselbst. An der Feuerwehr dann schon der nächste Checkpoint, Mittagszeit, die Hitze machten sich allmählich bemerkbar. Schnell essen und trinken, Trinksysteme auffüllen und weiter ging es. An der Stabkirche vorbei ging es nun in den Trubel des Bocksberggebiets. Sehr viele Wanderer waren auf dem Liebesbankweg unterwegs, das sollte auch bis zum Kreuzeck so bleiben. Einige schöne Aussichten am höchsten Punkt der Strecke an der Bocksbergstraße.
Hinter dem Kreuzeck ging es weiter zum Großen Kellerhalsteich, dann wieder in den Wald und zu Zankwieser und Kiefhölzer Teich. Wir erreichten durstig den nächsten Checkpoint und konnten mit einer leckeren Gemüsebrühe den Elektrolythaushalt wieder ins rechte Lot bringen. Dann folgte die aus meiner Sicht anstrengendste Etappe, nämlich der Weg am Dammgraben entlang zum Polsterberger Hubhaus. Nach dem Überqueren der Landstraße von Altenau nach Clausthal fehlte der schattige Wald, und wir gerieten in die pralle Nachmittagssonne. Davon mussten wir uns am Polsterberger Hubhaus erholen. Auch andere Teams hatten auf der Etappe zu leiden, denn am alten Dammgraben gab es einen scharfen Abzweig nach links, den einige Teams übersehen hatten, sie liefen ca. einen Kilometer in Richtung Altenau weiter, bis sie den Fehler bemerkten.
Nach der Pause am Hubhaus drosselten wir etwas das Tempo, was allen gut tat, aber am Hutthaler Graben fanden wir zu unserem alten Tempo wieder zurück. Nochmal eine Pause in Buntenbock am Hildesheimer Haus (riesige Hotelanlage, ist mir noch nie aufgefallen!). So langsam wurde es anstrengend für alle aus dem Team, es bedurfte schon einer ordentlich Willensanstrengung, um sich wieder in Gang zu setzen. Es folgte ein etwas blöder Abschnitt auf einer Schotterstraße mit viel Pkw-Verkehr. Zum Glück konnten wir zehn Minuten später in den Wald in Richtung Lerbach abbiegen. Kurze Zeit später folgten zwei lange Abstiegspassagen in das Tal, auf die wir so gar nicht vorbereitet waren. Das ging noch einmal richtig in die Oberschenkel. Nach dem Abstieg ging es ohne Vorwarnung wieder bergauf zum Marienblick am Hexenstieg. Dafür konnten wir einige schöne Ausblicke auf Lerbach genießen. Jetzt mussten wir nur noch auf dem Hexenstieg zurück. Aber aus Oxfam-Trailwalker-Erfahrungen wusste ich, dass diese letzten Kilometer hässlich werden. So auch dieses Mal. Den letzten Checkpoint suchten nur noch Karina und ich auf, die anderen ersparten sich diesen letzten Abstieg über steile Bergwiesen, weil er unnötig war. In Richtung Eselsplatz noch einmal zwei Aufstiege, dann endlich begann der letzte zähe Abstieg nach Osterode. Um 19:30 erreichten wir das Ziel und wurden mit Musik von Gary Moore begrüßt: Over the hills and far away. Drei Hexen hingen uns die Zielmedaillen um und überreichten uns einen edlen Krug mit alkoholfreiem Weizenbier. Es war geschafft!!


Letzte Änderung : 13-Mrz-2019
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