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Auflistung meiner bisher gegangenen Touren


Einzelheiten zur Tour Alemannenweg Tag 4: Von Auerbach zur Ruine Tannenberg

Aufbruchszeit9.May 2020, 06:50
Ankunftszeit9.May 2020, 15:21
KategorieMittelgebirge Mittelgebirgstour
Schwierigkeitmittel mittel
Länge in km23
Höhendifferenz900
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Weitere Einzelheiten zur Tour

Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erleben. In unserem Fall erlebten wir eine massive Störung der Nachtruhe. Es muss so gegen 22:30 Uhr gewesen sein, im Tal südlich von uns plötzlich lauter Autolärm. Es setzten dann Schraddelgeräusche ein, als würden die Reifen über Schotter rutschen. Sehen konnten wir nichts (wir lagen ja eh in den Schlafsäcken), aber es machte den Eindruck, als würden zwei Fahrzeuge auf einem Schotterplatz Dohnuts drehen. Dann ein lautes Rummsen, Fahrzeugtüren öffnen sich, und dann ging das Theater erst richtig los. Marco, der zentrale Protagonist des sich nun anbahnenden Dramas, hatte im Rahmen eines Gerangels eins auf die Nase bekommen, welche blutete. Unter wüsten Beschimpfungen, die das ganze Tal amphitheatergleich erfüllten, wurde der andere als Loser, als Versager bezeichnet. Der brachte immer wieder denselben Wortbeitrag: Marco, es tut mir leid (bitte in Gedanken mit hessischem Dialekt aussprechen, also mit weichem d). Zwei andere versuchten, Marco von Schlimmerem abzuhalten, na ja, und das zog sich dann so ca. 45 Minuten hin. Das war jedenfalls unser persönlicher Marco-Moment, von dem wir noch mehrere Tage zehren konnten! :-D
An diesem Morgen brachen wir bewusst früh auf, denn am Samstag war abzusehen, dass der Landschaftspark stark frequentiert sein würde. Zudem war es mit dem großen Geschäft auch nicht gerade einfach, zu offen war das Gelände, zu viele Wege gab es, und außerdem war es sogar verboten. Also folgten wir dem roten A und gelangten so nach Auerbach. Über einen schattigen Waldweg stiegen wir nach Verlassen des Orts zum Schloss Auerbach auf, im Wald fand jeder seinen Lieblingsfleck, um sich zu erleichtern. Etwas nervig wurden die Mücken, das schwüler werdende Wetter hatte sie im Vergleich zu den Tagen davor aufgeweckt. Und ausgerechnet heute hatten wir die meisten Waldanteile des ganzen Alemannenwegs! Das Schloss Auerbach hatte leider geschlossen, also ging es für uns weiter. Oberhalb von Hochstädten wanderten wir durch den Wald, am Förster-Bruck-Brunnen konnten wir sehr bequem Wasser aufnehmen, das bis zum Rewe in Jugenheim reichen musste. Danach nur noch einige Höhenmeter und wir standen auf dem höchsten Punkt der heutigen Etappe, dem Melibokus. Leider waren Aussichtsturm und Erfrischungsraum (ja, hieß wirklich so!) geschlossen, daher eine kurze Pause mit Stärkung aus dem Rucksack. Zwischen Melibokus und Asbacher Schloss versuchte der Alemannenweg, die Luftlinie von ca. 1,3km durch möglichst viele Kehren auf knapp 4 Kilometer auszuweiten. Das hat mir hier leider nicht so richtig gefallen. Ab dem Asbacher Schloss wurden die Wege dann wieder besser. Ab und zu mussten tiefe Schluchten durchwandert werden (ach ja, Schloss Asbach hatte natürlich auch zu!), oft verlief der Weg am Waldrand mit etwas Aussicht ins Rheintal. So erreichten wir dann den Rewe in Jugenheim, nicht ohne zuvor beim Betreten des Orts die Villen mit ihren riesigen Grundstücken und Portalen zu bestaunen. Der Einkauf war richtig gut, Holger und Anette erstanden sogar ein halbes Hähnchen! Nach dem Verlassen des Einkaufsmarkts futterten wir erst einmal ausgiebig, dann beluden wir die Rucksäcke mit neuem Proviant. Au weia, waren die Rucksäcke auf einmal wieder schwer. Beladen nit 2,5 Liter Wasser ging es nun da letzte Stück zur Burg Tannenberg hinauf. Es war mittlerweile ziemlich warm geworden, und es war folglich eine ziemliche Plackerei. Belohnt wurden wir von einem unglaublich schönen Gipfelpunkt. Unsere Schutzhütte stand ganz oben und bot eine tolle Aussicht. So konnten wir den Nachmittag ganz entspannt verleben!


Letzte Änderung : 29-Nov-2019
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